20.03.2012 -

Wissenschaft für Laien

Es gibt zahlreiche Projekte, bei denen sich Spielernaturen an der Forschung beteiligen können – aus ganz unterschiedlichen Bereichen. Eine Auswahl:

· „Ancient Live" (Antikes Leben) ist ein Projekt, bei dem Freiwillige die Schriftzeichen von 2000 Jahre alten Papyrus-Rollen entziffern. Die Schriftrollen waren Ende des 19. Jahrhunderts in der historischen Stadt Oxyrhynchos (Ägypten) gefunden worden. Die Menge der Papyrus-Fragmente ist so groß, dass in über 100 Jahren erst 15 Prozent entziffert werden konnten. Seit einige Fragmente online gestellt sind, wurden schon vier Millionen Transkriptionen von Laien gemacht, unter anderem von Schriften der altgriechischen Schriftsteller Plutarch und Thucyides. www.ancientlives.org

· „worldbirds.org" ist eine Webseite, in der vogelkundliche Betrachtungen aus der ganzen Welt gemeldet werden können, um sie der Forschung zugänglich zu machen. Seit Oktober 2011 können Vogelfreunde auf der Webseite www.ornitho.de online Beobachtungen aus Deutschland melden. www.worldbirds.org www.ornitho.de

· „Old Weather" ist ein Projekt, bei dem Laien die Logbücher von britischen Kriegsschiffen aus der Zeit des Ersten Weltkriegs durchforsten. Sie rekonstruieren so die Routen der Schiffe – und ermitteln das Wetter auf den Schiffspassagen damals. Klimawissenschaftler nutzen die Daten, um ihre Modelle zu verbessern. Historiker rekonstruieren damit geschichtliche Ereignisse. www.oldweather.org

· „World Gratitude Map" (Weltdankbarkeitskarte) ruft Menschen dazu auf, in einer virtuellen Karte an solchen Orten eine Markierung zu setzen, wo sie einen glücklichen Moment erlebt haben oder wo sie jemandem danken möchten. Den Wissenschaftlern geht es bei dem Projekt darum, mehr über „Resilienz" herauszufinden – die Fähigkeit von Menschen, mit Schicksalsschlägen fertig zu werden. Sie wollen feststellen, ob Dankbarkeit uns glücklicher und gesünder machen kann. www.gratitude.crowdmap.com

· „Planet Hunter" richtet sich an Hobby-Astronomen, die einen neuen Planeten entdecken wollen. Das Kepler-Weltraumteleskop der NASA, das im Frühjahr 2009 gestartet wurde, misst jede halbe Stunde die Helligkeit von Sternen im Sternbild Schwan. Registriert ein Laie dort eine Veränderung der Helligkeit, könnte er einen bislang unbekannten Stern entdeckt haben, der sich zwischen das Teleskop und den beobachteten Stern geschoben hat. www.zooniverse.org/project/planethunters

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