Unsichtbare Zahnspange

Eine neue Zahnspange macht Schluß mit stahlblitzendem Lächeln. Sie wird innen an den Zähnen befestigt.

Der Arzt nimmt mit einer kleinen Kamera im Mund des Patienten den Kiefer aus verschiedenen Richtungen auf. Aus den Daten konstruiert der Computer ein dreidimensionales Bild des Kiefers. Eine automatische Biegemaschine formt dann den Draht, der die Zähne sanft zurechtrückt.

"Bei diesen Zahnspangen hat man sehr wenig Zeit, sie zu befestigen, weil der Kunststoffkleber in maximal drei Minuten fest wird und nur auf trockenem Untergrund klebt", sagt Prof. Ranier-Reginald Miethke vom Zentrum für Zahnmedizin der Universitätsklinik Charité in Berlin. "Man kann am Patienten nicht lange korrigieren. Das ist ein Grund, warum innenliegende Zahnspangen bislang nicht sehr verbreitet sind. Für den Patienten haben sie aber nicht nur den Vorteil, unauffällig zu sein. Im Gegensatz zu klassischen Spangen machen sie auch erste Behandlungserfolge rasch sichtbar. Ein Nachteil ist, daß der ständige Kontakt an der Zunge von manchen als störend empfunden wird."

Für Patienten unter 18 Jahren übernehmen die Krankenkassen die Kosten.

Nicola Siegmund-Schultze

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