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Blitze - Sind sie Ausgeburt kosmischer Strahlung?

UNSERE HIGHLIGHTS DIESEN MONAT

TITEL
BLITZE

Weltweit blitzt es täglich mehrere Millionen Mal. Die feurigen Entladungen lassen die Wetterforscher rätseln: Was gibt den Anstoß für die Blitze? Hochenergetische Teilchen aus dem All könnten den Meteorologen aus der Patsche helfen.

STOPP DEM TÖDLICHEN TANZ
Bei Chorea Huntington, dem "Veitstanz", sterben immer mehr Nervenzellen ab, der Patient verliert allmählich die Kontrolle über Körper und Geist. Ärzte hoffen, mit einem neuen Wirkstoff den Krankheitsverlauf endlich aufhalten zu können.

ROBOTER ZUM VERLIEBEN
Japaner haben eine innige Beziehung zu Robotern. Forscher entwickeln deshalb dort zurzeit Maschinen, die genauso aussehen und sich verhalten wie Menschen.

AUS STAUB GEBOREN
Mit neuen hochempfindlichen Teleskopen lässt sich die Entstehung von fernen Planetensystemen direkt beobachten. Das erlaubt Rückschlüsse auf die Geburt unseres Sonnensystems.

IM ZWEIFEL FÜR DAS MISSTRAUEN
Aids, Klimawandel, Mondbesuch – etliche Menschen argwöhnen, die Wahrheit werde vertuscht. Was macht solche obskuren Verschwörungstheorien so attraktiv?

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Editorial

Wenn es gewittert,

stellt sich bdw-Redakteur Ralf Butscher gerne auf die Terrasse und genießt das Schauspiel in vollen Zügen. "Dann spüre ich die Naturgewalt so richtig." Dabei hätte er allen Grund, in Deckung zu gehen. Schon zwei Mal schlug ein Blitz unmittelbar vor ihm ein. Einmal in ein Trafohäuschen, wobei ihn der Luftdruck an eine Wand drückte. Das andere Mal auf dem Pordoijoch in den Dolomiten, wenige Meter vor seiner Wandergruppe entfernt.

Die Faszination, die Blitze auf Ralf Butscher ausüben, kommt nun uns allen zugute. Sie hat zur aktuellen bild der wissenschaft-Titelgeschichte geführt – mit überraschenden Erkenntnissen. Denn die Entstehung von Blitzen ist keineswegs so klar, wie wir immer erzählt bekommen. Möglicherweise werden sie von kosmischer Strahlung verursacht. Einige Atmosphärenphysiker erklären das so: Teilchen aus dem All, die auf die Erde niederprasseln, kollidieren mit Molekülen der Luft und schlagen Elektronen aus ihnen heraus – eine Elektronenlawine entsteht. Sie ionisiert die Luft, die leitfähig wird. Es gibt allerdings noch weitere Erklärungen, wie kosmische Teilchen Blitze auslösen können.

Auf was der freie Wissenschaftsjournalist Jan Berndorff bei seinen Recherchen gestoßen ist, lesen Sie ab Seite 28. In einem zweiten Artikel untersucht er, wie Wissenschaftler die zerstörerische Kraft der Blitze bändigen wollen – und warum US-amerikanische Militärs gerade an ihr interessiert sind.

Mit unserer Titelgeschichte leisten wir einen bdw-typischen Beitrag zu den diesjährigen verheerenden Unwettern. Denn Wissenschaftler beschäftigen sich inzwischen auch damit, wie man Gewitter so umleiten kann, dass sie möglichst wenig Schaden anrichten. Zur Erinnerung: Bei einem Fußballspiel der EJugend wurden Ende Mai in Rheinland- Pfalz mehrere Menschen verletzt, beim Festival "Rock am Ring" im Juni auf dem Flughafen in Mendig, Rheinland-Pfalz, verletzten Blitzeinschläge sogar über 70 Menschen, 15 davon schwer. Das Festival wurde daraufhin abgebrochen.

Aber übertriebene Todesangst vor Blitzen muss bei uns niemand haben. Laut dem Blitzinformationsdienst von Siemens schlagen in Deutschland jährlich 800.000 Blitze ein. Das ist der Mittelwert von 1998 bis 2014. In diesem Zeitraum an Blitzschlag gestorben sind nach Angaben des Statistischen Bundesamts 51 Menschen, im Schnitt also drei pro Jahr. Im Straßenverkehr gab es 2015 insgesamt 3475 Tote – und Suizid begangen etwa 10.000 Menschen.

Wolfgang Hess, Chefredakteur

 

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