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Zeit, Zukunft und Ewigkeit - Die Geheimnisse der vierten Dimension

UNSERE HIGHLIGHTS DIESEN MONAT

 

TITEL
ZEIT, ZUKUNFT UND EWIGKEIT

Seit Langem rätseln Physiker über das Phänomen der Zeit – und der Streit, ob die Gegenwart überhaupt real ist, besteht wie eh und je: Albert Einstein hielt die Zeit für eine Illusion, andere sehen sie als Fundament der Natur an.

DAS REICH DER DSCHUNGELSTÄDTE
Mittels Laserradar spürten Archäologen etliche versunkene Städte in Kambodscha auf, die der Dschungel überwuchert hat. Sie stammen aus der Zeit der Khmer im 12. und 13. Jahrhundert. Die Funde belegen: Das Reich war dank eines ausgeklügelten Wasserbausystems gewachsen, das üppige Ernten garantierte. Als das System kollabierte, endete auch die Herrschaft der Khmer.

EISALGEN HEIZEN GRÖNLAND EIN
Zwei deutsche Forscherinnen zelteten wochenlang auf Grönland. Sie fanden dort bizarre Eisalgen in großer Zahl, die den Eisschild rascher schmelzen lassen als gedacht.

RADIKAL AUS UNSICHERHEIT
So unterschiedlich extreme Ansichten zu Politik, Beruf und Ernährung auch sind, die Ursachen ähneln sich: Häufig radikalisieren sich Menschen aufgrund persönlicher Unsicherheit.

SICHER DURCH DEN BERG
In zwei fast 60 Kilometer langen Röhren rauschen künftig Züge unter den Schweizer Alpen hindurch. Um den Gotthard-Basistunnel sicher zu machen, haben die Ingenieure enormen Aufwand getrieben.

 

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Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wenn dieses Magazin erscheint, geht in Marrakesch gerade ein UN-Klimagipfel zu Ende. Tausende Delegierte arbeiten dort die Details aus, die sie bei ihrem letzten Treffen in Paris offenließen. Sie haben sich vor einem Jahr zwar in einem historischen Vertrag verpflichtet, den Temperaturanstieg gemeinsam auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen. Aber wie soll das funktionieren, wenn jeder Staat selbst über seinen Beitrag entscheiden darf? Diese Frage wurde damals vertagt.

In Marrakesch geht es vor allem um die Form der regelmäßigen Berichte an die Vereinten Nationen. Die Staaten müssen alle zwei Jahre offenlegen, wie sie die Treibhausgas-Emissionen senken und wie sie sich und andere Staaten auf Klimaschäden vorbereiten. Das klingt nach einer bürokratischen Ausführungsvereinbarung, doch es hängt viel daran. Denn nur wenn die Staaten ehrlich Auskunft geben und die Berichte vergleichbar werden, kann die Welt die Leistungen beurteilen und an die hinterherhinkenden Staaten appellieren, mehr zu tun. Und nur so kann das Vertrauen wachsen, das nötig ist, um die anstehenden Fragen zu diskutieren.

Denn es bleibt schwierig, da die Temperaturen in jedem Fall weiter steigen und damit Naturkatastrophen zunehmen werden. Oft wird es arme Menschen in Entwicklungsländern treffen, die nichts zum Klimawandel beitragen. In Paris haben sich die Industriestaaten von der Haftung befreien lassen und den Entwicklungsländern Hilfen in Höhe von 100 Milliarden Dollar im Jahr versprochen. Wie verteilt man die Lasten gerecht?

Um diese Verhandlungen fachlich zu fundieren, wird die Klimaforschung weiter gebraucht. Sie hilft zum Beispiel dabei, die Risiken des Temperaturanstiegs besser einzuschätzen. Ab Seite 18 berichten wir über ein Forscherteam, das untersucht, warum der grönländische Eispanzer schneller schmilzt als berechnet. Zur Schmelze könnten dort entdeckte dunkle Eisalgen beitragen, die nun im Labor untersucht werden.

Aber auch Sozialwissenschaftler, Ökonomen, Psychologen, Juristen und Ethiker sind gefragt, der Politik neue Wege aufzuzeigen. Sie können zum Beispiel sagen, wie man Regierungen und die Bevölkerung zu mehr Klimaschutz motiviert. Das Wissen über die Folgen des Temperaturanstiegs allein reicht offenkundig nicht aus, um die Menschen zum Handeln zu bewegen. In meinem Blog www.ScienceBlogs.de/Heureka habe ich einige Vorschläge dazu gesammelt. Sie lassen mich hoffen, dass die Wende gelingt.

Ihr Alexander Mäder

 

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