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Zeit für eine neue Medizin

UNSERE HIGHLIGHTS DIESEN MONAT

 

TITEL
INTEGRATIVE MEDIZIN

Die Schulmedizin stößt vor allem bei chronisch kranken Menschen oft an ihre Grenzen. Deshalb suchen viele Patienten nach alternativen Behandlungsmethoden – auch wenn die nicht nach wissenschaftlichen Standards geprüft wurden. Immer mehr Kliniken und Arztpraxen vereinen die beiden Formen der Heilkunst miteinander: zur sogenannten Integrativen Medizin.

SPELZEN, SPEICHEL UND URIN
Der Mensch baute das erste Getreide nicht an, um Brot zu backen, sondern um Bier zu brauen. Denn das war gesünder als Wasser: Bier ist nahrhaft und keimfrei.

100 JAHRE MODERNE KOSMOLOGIE
Mit Einführung der Kosmologischen Konstanten und des Kosmologischen Prinzips schuf Albert Einstein die Grundlagen zur Beschreibung des gesamten Weltraums.

DER RUHESTAND KANN WARTEN
Die Zahl der über 65-Jährigen, die weiter arbeiten, hat sich in Deutschland seit der Jahrtausendwende fast verdreifacht. Ausschlag gebend sind oft soziale Gründe.

CHIPS MIT GRIPS
Die Europäische Union will den Kontinent bei aussichtsreichen Zukunftstechnologien an die Spitze bringen. Dazu fördert sie in der "Flagship"-Initiative mit Milliarden Euro die Forschung zu Neuro-Computern, zu Graphen – und bald auch zum technischen Nutzen von Quanteneffekten.

 

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Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wenn ich von einem Arzt oder Apotheker gefragt werde, ob ich gegen einen Infekt etwas Chemisches oder lieber etwas Natürliches haben möchte, dann wünsche ich mir stets etwas, das wirkt. Ich verstehe nicht, was am Substanzencocktail in biologischen Produkten grundsätzlich besser oder schonender sein soll. Die Heilpflanzen haben ihren wilden Mix an Wirkstoffen nicht entwickelt, um uns Menschen zu helfen, sondern um sich in ihrer ökologischen Nische zu behaupten. In ihnen können also auch für uns schädliche Komponenten enthalten sein. Mir ist wichtig, dass die Medikamente, die ich einnehme, möglichst gut untersucht worden sind. Dazu verfolgen Ärzte die Wirkungen und Nebenwirkungen bei einer großen Stichprobe von Patienten.

Aber klinische Studien sind nur die eine Seite, die theoretische. Auf der praktischen Seite werden gut untersuchte Arzneimittel oft nicht sinnvoll eingesetzt. Auch wenn es in den letzten Jahren besser geworden ist: Ärzte verschreiben weiterhin zu oft Antibiotika. Das Rezept ist schnell ausgestellt, der Infekt verschwindet oft ohnehin nach einigen Tagen – und der Patient ist vielleicht sogar zufrieden mit der eigentlich falschen Behandlung. Eine Umfrage der EU ergab kürzlich, dass in Deutschland nur 45 Prozent der Menschen wissen, dass Antibiotika keine Schnupfen- oder Grippeviren abtöten.

Heilpraktiker nehmen sich hingegen Zeit für ihre Patienten und punkten mit ärztlicher Zuwendung. Sicher trägt das zur Heilung bei. Kann die Schulmedizin darüber hinaus etwas von der Alternativmedizin lernen? Das ist unklar, denn die komplementären Therapieangebote werden selten untersucht – und wenn, dann sind die Studien oft nicht besonders aussagekräftig. In unserem Titelthema ab Seite 12 stellen wir Ihnen Ärzte vor, die daran etwas ändern wollen. Eine lohnenswerte Aufgabe, denn bei vielen Leiden hat die Schulmedizin wenig anzubieten.

Zudem sollten Ärzte im Kampf gegen die Krankheit nicht den Menschen aus den Augen verlieren. Ich erinnere mich an einen Onkologen, der mir sinngemäß sagte: "Eine Chemotherapie ist so hart, da begrüße ich alles, was die Lebensqualität der Patienten verbessert."

Ihr Alexander Mäder

 

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