bild der wissenschaft 3/2013

DER GROSSE CRASH

Neue Modellrechnung: So entstand der Mond

UNSERE HIGHLIGHTS DIESEN MONAT

TITEL_DER GROSSE CRASH
Etwa wie auf unserem Titelbild muss es ausgesehen haben, als vor 4,5 Milliarden Jahren ein marsgroßer Himmelskörper mit der Erde kollidierte. Dabei entstand unser Mond. Spannende Details hierzu liefert eine neue Modellrechnung.

SCHWERPUNKT FISCHEREI: ALLIANZ FÜR DAS MEER
Fischer und Fischereiforscher ziehen neuerdings an einem Strang. Sie entwickeln und erproben gemeinsam neue Netze und Methoden, um in Nord- und Ostsee den erschreckend großen Beifang zu reduzieren.

SCHWERPUNKT PSYCHOLOGIE: WESTLICHE SEELENQUAL IN FERNOST
Wer ist noch normal – wer psychisch krank? Die Erfahrungen deutscher Psychiater in China (Bild: Shanghai) zeigen: Die „Verwestlichung" verändert die traditionelle Sicht der Chinesen auf seelische Leiden.

DER MICHELANGELO DER STEINZEIT
Erstaunlich: Beeindruckende Tierdarstellungen an 150 Kilometer voneinander entfernten Felswänden in Frankreich – mit der gleichen „Handschrift".

DER ALTE MANN UND DAS MOOR
Der Greifswalder Biologe Michael Succow (71) und seine Mitstreiter legen ein neues Moor an. Das Ziel des großen Projekts ist Klimaschutz.


ZUR SACHE - Gedanken unseres Chefredakteurs

Irgendwer bezahlt immer. Die Illusion kostenloser Medien!

20. Januar. Wahlabend in Niedersachsen. Die ersten Hochrechnungen sind durch. Ein Berichterstatter im öffentlichrechtlichen Fernsehen verweist in seiner Abmoderation um 18.56 Uhr auf mehr News bei Twitter und Facebook. Solche Versuche, den Nutzer wegzulocken vom Programm, das er eigentlich gerade ausgewählt hat, sind inzwischen typisch für vielerlei mediale Präsenz

An anderer Stelle beklagen Journalisten den Niedergang ihrer traditionellen Medien. Die Frankfurter Rundschau ist nicht mehr. Die Financial Times Deutschland bekam das Aus. Das Stadtmagazin Prinz: Eingestellt! In allen Verlagshäusern wird neu strukturiert, umstrukturiert, restrukturiert. Ziel aller Prozesse: Runter mit den Kosten. Die nach außen verkündete Nachricht lautet freilich in den meisten Fällen: Wir machen jetzt ein besseres Produkt! Klar – Not macht erfinderisch, und so manche positive Entwicklung ist aus purer Not entstanden. Klar ist aber auch: Qualitätsjournalismus hat seinen Preis. Und wenn der Leser diesen nicht mehr bezahlt, Qualität aber weiter haben will, müssen andere Wege der Finanzierung gefunden werden. Früher hieß das: Anzeigen. Doch auch die sind rarer geworden in traditionellen Medien, im besten Fall sind sie abgewandert in Online-Erzeugnisse derselben Marke.

Wie ist das nun bei bild der wissenschaft? Die gute Nachricht ist, dass sich die Abonnenten-Entwicklung in den vergangenen zehn Jahren bei uns deutlich besser darstellt als bei den meisten anderen Monatsmagazinen. Die schlechte: Auch bei bdw ist die Zahl der Abos rückläufig.

Also müssen neue Formate her. Unseren Online-Auftritt wissenschaft.de gibt es seit 17 Jahren. Inzwischen sind wir auch in Facebook aktiv und twittern bei Gelegenheit. Seit Jahresbeginn 2013 kooperieren wir zudem mit dem Wissenschaftsportal scinexx.de und kommen so bei unseren Meldungen insgesamt auf mehr als eine Million Seitenzugriffe pro Monat. Und das alles geschieht ohne Kosten für den User, der gleichwohl an unsere Meldungen Ansprüche stellt und bei Nichtgefallen gelegentlich mit harscher Kritik reagiert. Die wischen wir nicht beiseite, sondern versuchen Mängel sofort zu beheben. Diese Arbeit machen Redakteure in Deutschland. Sie wollen Honorare und Gehälter, mit denen sie in Deutschland auskommen können. Recht haben sie.

Die öffentlich-rechtlichen Medien finanzieren sich durch Gebühren, die jeder Haushalt bezahlen muss. Privatwirtschaftlich verantwortete Medien haben es bei Weitem nicht so bequem. Sie müssen sich etwas anderes einfallen lassen, um ihre neuen Produkte zu finanzieren. Wir bei bild der wissenschaft machen das etwa, indem wir Sonderhefte der Reihen „bild der wissenschaft plus" und „bild der wissenschaft research" dem Heft beilegen. Dazu kooperieren wir mit namhaften Forschungseinrichtungen und beleuchten deren Arbeit und Entwicklung mit unseren Qualitätsansprüchen. Noch immer haben sich unsere Partner auf den entsprechenden Passus eingelassen, wonach auch ein Supplement die Glaubwürdigkeit und optische Qualität von bild der wissenschaft ausstrahlen muss.

Nicht zuletzt durch die mit diesen Sonderausgaben verbundenen Erlöse konnten wir bild der wissenschaft in den letzten Jahren stetig verbessern. Häufiger als früher produzieren wir die Bildstrecken der einzelnen Beiträge selbst – in Zusammenarbeit mit guten Fotografen und Illustratoren. Dabei erwerben wir auch die Bildrechte für unser vor Kurzem gestartetes neues Angebot von bild der wissenschaft – das PDF-Aboformat.

Die Diskussion darüber, welche Themen es wert sind, in bild der wissenschaft aufgenommen zu werden, ist heute mehr denn je zentraler Teil unserer Arbeit. Darin unterscheiden wir uns deutlich von Bloggern und anderen privaten Welterklärern. Sie, liebe Leserinnen und Leser, wissen das zu schätzen und kaufen das Produkt bild der wissenschaft. Und ich schätze Ihre Anregungen, wie wir die Marke bild der wissenschaft weiter verbessern können.


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