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Forscher stiften Frieden

UNSERE HIGHLIGHTS DIESEN MONAT

 

TITEL
FORSCHER STIFTEN FRIEDEN

Wer täglich die Nachrichten verfolgt, gewinnt den Eindruck, dass die Welt im Krieg versinkt. Viele Konflikte sind kompliziert, ihre Lösung gleicht einer Herkulesaufgabe. Doch die Arbeit daran lohnt sich, wie Wissenschaftler diverser Disziplinen zeigen, die sich der Friedensforschung verschrieben haben. Sie helfen Konfliktparteien, friedliche Auswege zu finden.

ROTOREN FÜR DIE CITY
Windkraftwerke, die elektrischen Strom klimaschonend mitten in großen Städten und auf Hausdächern gewinnen, sind bislang rar gesät. Ein Manko ist ihre geringe Effizienz. Das wollen Forscher nun ändern – mit vielversprechenden Projekten etwa in Deutschland und den USA.

EXOPLANET VOR DER HAUSTÜR
Eine Supererde weit jenseits vom Neptun könnte erklären, warum die Erdbahn gegen den Sonnenäquator geneigt ist. Es gibt einige Indizien für diesen unbekannten neunten Planeten.

WILDNIS NACH WUNSCH
Gebiete, in denen die Natur nicht gezähmt wird, bieten vielen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Umweltschützer helfen beim Verwildern vorsichtig nach.

SCHLUSSAKKORD FÜR ROSETTA
Die Mission der europäischen Raumsonde zum Kometen 67P ("Tschuri") ist zu Ende. Sie hat bahnbrechende Ergebnisse gebracht – etwa zum Lebensmolekül Glyzin.

 

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Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

eine Debatte zu vermeintlichen "Fake News" hat mich darauf gebracht, unseren Leserbeirat zu fragen: Sollten Journalisten die Zweifel und Widersprüche, die es in der Wissenschaft gibt, stärker thematisieren, um mehr Vertrauen zu schaffen? Die Antwort der Leser ist "Ja, aber …". Natürlich dürfe nicht der Eindruck entstehen, die Wissenschaft sei dogmatisch oder gar starrsinnig. Selbstzweifel und kollegiale Kritik sind in der Forschung ausgeprägt und gewährleisten, dass man keine Gegenargumente übersieht. Aber einige Leser warnten davor, ins andere Extrem zu rutschen und alles für unentschieden und diskussionsbedürftig zu erklären. Das würde der Zuverlässigkeit der meisten wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht gerecht.

Umstritten war im Märzheft unser Titelthema zur Integrativen Medizin. Überspitzt gefragt: Soll man die Komplementärmedizin in all ihren Ausprägungen ernst nehmen und genauer untersuchen, wie es manche Mediziner tun – oder sollte man sie als Hokuspokus abtun? Es ist ja nicht so, dass es für jede Krankheit eine gute Therapie mit klarem Wirksamkeitsnachweis gäbe, und nicht wenige Patienten suchen ihr Heil außerhalb der Medizin. Bei diesem Thema gehen im Leserbeirat die Meinungen auseinander: Einige kritisieren, dass man die Komplementärmedizin unzulässig aufwertet, wenn man sie als möglicherweise sinnvolle Therapieoption einstuft. Andere akzeptieren diese Aufwertung, sofern die komplementäre Therapie nach den üblichen Standards klinisch getestet wird – was die Integrative Medizin für sich reklamiert. Und wiederum andere finden, dass es wichtigere Probleme im Gesundheitssystem gibt. Auf unseren Leserbriefseiten stellen wir Ihnen weitere Meinungen vor.

Ich sehe den Wissenschaftsjournalismus als ein wichtiges Forum für solche Debatten, denn gerade die Medizin macht deutlich, dass die Forschung auf den Menschen zielt und daher nicht immer losgelöst von gesellschaftlichen Fragen betrachtet werden darf. Und ich bin überzeugt, dass die Wissenschaft selbstbewusst in solche Debatten gehen kann: Sich mit der Komplementärmedizin auseinanderzusetzen ist kein Appell, die Standards der Medizin zu senken. Es ist vielmehr eine Chance, die Vorteile dieser Standards zu erklären. Ich unternehme den Versuch auf Seite 24.

PS: Am 24. Mai laden wir Sie zum Super Science Slam nach Heilbronn ein. Unsere Partner sind die "experimenta" und die Initiative Wissenschaft im Dialog. In der "experimenta", die zu Deutschlands größtem Science Center ausgebaut wird, treten ab 19 Uhr sechs junge Wissenschaftler auf und erklären mit Sachverstand und Esprit ihre Arbeit. Weitere Infos: www.wissenschaft.de/ scienceslam

Ihr Alexander Mäder

 

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