bild der wissenschaft 03/2014

Ist die Menschheit unsterblich?

Überleben trotz Atomkrieg, Meteoriten und Epidemien

UNSERE HIGHLIGHTS DIESEN MONAT

TITEL_ÜBERLEBEN
Weltuntergangs-Szenarien gibt es viele. Doch die sind alle unrealistisch, sagen Wissenschaftler. Weder kosmische Bomben noch Epidemien können Homo sapiens ausrotten – nicht einmal ein weltweiter Atomkrieg.

NERVEN AM SEIDENEN FADEN
Die Seidenfasern in Spinnenfäden sind extrem elastisch und stabil. Und: Der menschliche Körper stuft sie nicht als „fremd" ein. Jetzt konstruieren Mediziner aus Spinnen - seide Leitschienen für verletzte Nerven.

FASTEN FÜR EIN LANGES LEBEN
Regelmäßiges Fasten verlängert das Leben – bei Mäusen. Aber auch beim Menschen? Eine heftig umstrittene These. Hier sind neue Ergebnisse rund um die „Autophagie".

NORDSEE-ATLANTIS
Vor 8500 Jahren verschlang die Nordsee das Doggerland, eine tief gelegene Region zwischen Dänemark und den Britischen Inseln. Archäologen erkunden das versunkene Land.

EIN HANDICAP WIRD ZUR GABE
Autisten können ausgezeichnet analytisch denken. Das macht sie für Software-Firmen wie SAP interessant. Gerade läuft eine Rekrutierungskampagne. Ein Erfolgsmodell?


Editorial

Mehrfach stand ich vor Herausforderungen, die mir über den Kopf zu wachsen schienen.

Doch bisher fanden sich meist akzeptable Lösungen. Ich bin mir sicher: Auch Sie haben genug Beispiele von Angelegenheiten parat, die vor Ihnen als Problem hochpoppten, die Sie dann aber doch erfolgreich gemeistert haben. Von solchen Lebensleistungen – kleinen und großen – machen wir im Allgemeinen wenig Aufhebens. Was uns offensichtlich mehr interessiert, sind Missstände, Streit, Hiobsbotschaften. „Nur schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten", heißt es in der Medienbranche. Und weil das die herrschende Lehrmeinung ist, berichten Journalisten weit häufiger über Niedergangsszenarien als über Mut machende Entwicklungen.

In der Titelgeschichte dieser Ausgabe haben wir den Spieß umgedreht. Statt wie so häufig vom baldigen Ende unserer Art zu berichten, stellen wir die Frage, ob es nicht gerade Menschen sein werden, die auch allerschlimmste Katastrophen überleben. Prof. Josef Reichholf hat uns hierzu ein bemerkenswertes Interview gegeben (Seiten 46/47). Ich bin gespannt auf Ihre Meinung.

Erstmals in der 50-jährigen bdw-Geschichte vermitteln wir Ihnen mit einer bild der wissenschaft-Ausgabe Filmbeiträge (siehe gegenüberliegende Seite). Unser neuestes Produkt, das bild der wissenschaft- Panorama2014, verschafft Ihnen vielfältige Einblicke – beispiels weise in das Karlsruher Institut für Technologie, das als Zusammenschluss von Forschungszentrum Karlsruhe und Technischer Universität entstanden ist. Welche Perspektiven sich daraus ergeben, erklärt dessen neuer Präsident Prof. Holger Hanselka. Das Interview mit ihm habe ich Ende 2013 geführt. Auf das Unglück, das sich am 15. Januar 2014 in einem dortigen Chemielabor ereignete, konnte ich aus naheliegenden Gründen nicht eingehen. Ich bat Holger Hanselka unmittelbar nach dem Unfall zu einer aktuellen Stellungnahme.

Hier sein Statement: „Wir sind tief betroffen, dass es zu diesem Unfall am KIT in Karlsruhe gekommen ist. Dem dabei schwer verletzten Studenten gelten un - sere besonderen Genesungswünsche, und wir hoffen sehr, dass er schnell wieder gesund wird. Alle übrigen bei dem Versuch verletzten Studierenden und Betreuer konnten die Klinik glücklicher - weise bereits am Tag nach dem Unfall wieder verlassen. Der Unfallhergang war zunächst kaum erklärbar, zumal alle Studierenden umfangreiche Sicherheitseinweisungen erhalten hatten und das Labor entsprechend den Sicherheitsvorschriften organisiert und ausgestattet ist. Inzwischen wissen wir, dass es durch einen unsachgemäßen Umgang mit den Chemikalien dazu kam, dass beim Aufräumen und Entsorgen nach dem Experiment auf dem Weg zum Sicherheitsschrank das mit diesen Chemikalien befüllte Glasgefäß zerbarst."

bild der wissenschaft schließt sich den Genesungswünschen an.


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