bild der wissenschaft 04/2014

Stephen Hawking erklärt: "Es gibt keine Schwarzen Löcher"

UNSERE HIGHLIGHTS DIESEN MONAT



TITEL_SCHWARZE LÖCHER
Der britische Astrophysiker Stephen Hawking überrascht wieder einmal alle: „Es gibt keine Schwarzen Löcher", teilt er mit. Lesen Sie, wie er das meint und was dahintersteckt.

PROFESSOR SCHÄFER ALS LETZTE RETTUNG
Ein Marburger Mediziner erklärt seinen Studenten schwierige Fälle gern anhand der amerikanischen Fernsehserie „Dr. House". Jürgen Schäfer hilft Pati - enten, die andere Ärzte aufgegeben haben.

EISIGE MOLEKÜLSCHMIEDE
In Gas- und Staubwolken fanden Astronomen Vorstufen von Zuckern und Aminosäuren, also von Lebensbausteinen. Eis- und Staubpartikel ermöglichen den Aufbau von Molekülen.

DAS ARCHIV FÜR DIE EWIGKEIT
Manche Archäologen graben nichts aus, sondern etwas ein: Sie wollen Informationen für immer vor dem Vergessen bewahren – zum Beispiel auf Keramikkacheln in den Salzminen von Hallstatt.

SCHNELLSTART IN NORW-E-GEN
Beim Thema Elektroauto sind die meisten Deutschen skeptisch – auch Umweltverbände. In Norwegen jedoch boomen die mit Strom betrie benen Fahrzeuge.


Editorial

Stephen Hawking hat mal wieder zugeschlagen:
„Es gibt keine Schwarzen Löcher"


behauptet der 72-Jährige in einer jüngst publizierten Studie. Die Meldung über seinen Gesinnungswandel machte schnell die Runde. Die Website der Zeitschrift Nature berichtete ein paar Tage nach der Publikation darüber – und kurz darauf auch Spiegel-Online unter dem Titel: „Physik- Genie: Hawking definiert Schwarze Löcher neu." Klar, dass auch bild der wissenschaft die Meinungsänderung des bekanntesten Astrophysikers unserer Zeit ernst genommen und die ursprünglich geplante Titelge schichte dieser April-Ausgabe auf einen späteren Zeitpunkt verschoben hat.

bdw-Astronomie-Crack Rüdiger Vaas hatte in unserer montäglichen Konferenz übrigens schon zwei Tage vor Nature und Spiegel-Online über den verblüffenden Schachzug des britischen Großmeisters berichtet. Lesen Sie auf den Seiten 36 bis 51, was hinter der neuen Diskussion steckt – und warum andere Forscher skeptisch sind und Hawking kritisieren. Ein weiterer Autor unserer Titelgeschichte ist Reinhard Breuer. Mit ihm steigt bei uns ein Wissenschaftsjournalist wieder ein, der vor Jahrzehnten letztmals für uns geschrieben hat – als er noch Pressesprecher am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik war. Anschließend arbeitete Breuer als Wissenschaftsredakteur bei Geo – und von 1998 bis 2010 als Chefredakteur bei Spektrum der Wissenschaft.

Sein tragisches Schicksal setzt Stephen Hawking körperlich betrachtet mehr und mehr außer Gefecht – beflügelt ihn aber ganz offensichtlich zu immer tieferen Einblicken in eine bizarre Welt. Möglicherweise wagt er sich aufgrund seiner Krankheit rascher aus der Deckung als seine gesunden Kollegen. Ein Mann, der aufgrund der Muskelschwäche Amyotrophe Lateralsklerose seit fast 50 Jahren von Medizinern totgesagt wird, hat schließlich nichts mehr zu verlieren.

Stephen Hawking hat Freude daran, andere zu überraschen. Das hat er mit seiner wissenschaftlichen Kehrtwendung in Sachen Schwarze Löcher einmal mehr unter Beweis gestellt. Hoffen wir sehr, dass ihm das nicht zum letzten Mal gelungen ist.

Bei aller Ernsthaftigkeit, die ich Stephen Hawking konzediere, glaube ich aber auch: Neben dem Genius im Gehirn sitzt dem gebürtigen Oxforder auch der Schalk im Nacken. „Ich glaube, dass die Simpsons das Beste im ameri kanischen Fernsehen sind", sagte er einmal. Ein anderes Mal meinte er über seine Professur in Cambridge: „Ich sitze hier auf Isaac Newtons Lehrstuhl. Aber dieser Stuhl hat sich offensichtlich stark verändert. Er wird jetzt elektrisch betrieben."

Die April-Ausgabe enthält – unsere regelmäßigen Leserinnen und Leser wissen das – einen Aprilscherz, gut verpackt in unseren neu gestalteten Nachrichten- Doppelseiten. Viel Spaß beim Finden!


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