bild der wissenschaft 12/2014

Krisen machen stark
Weltkatastrophe vor 3200 Jahren: Was Archäologen für heute lernen

UNSERE HIGHLIGHTS DIESEN MONAT



TITEL
DIE ERSTE GLOBALE KRISE
Vor 3200 Jahren brennen in der Mittelmeerwelt die Paläste, Revolten fegen die alte Elite weg, die Wirtschaft kollabiert. Jetzt hat ein Archäologe eine neue Erklärung dafür. Und Katastrophenforscher ziehen Parallelen zur Gegenwart.

EBOLA – DIE NEUE PEST
Die Bilder und Berichte, die uns aus Westafrika erreichen, erinnern an die Zeit, als die Pest das mittelalterliche Europa heimsuchte. Ebola wird immer mehr zum Problem für die ganze Welt.

ERKÄLTET? WAS WIRKLICH HILFT
Im Winter haben Schnupfen, Husten und Halsweh Hochsaison. Was sind die schärfsten Waffen gegen die Viren? bild der wissenschaft hat medizinische Studien unter die Lupe genommen.

DIE SCHMUCKSTÜCKE DER PLANETEN
Nicht nur die Gasriesen Jupiter, Saturn, Neptun und Uranus besitzen Ringe: Astronomen haben einen beringten Kleinplaneten entdeckt – den Zentauren Chariklo.

SCHWERPUNKT AUTONOMES FAHREN
Eine faszinierende Vision: Autos, die sich ohne Eingreifen des Fahrers selbst durch den Verkehr steuern. Doch rechtlich ist das eine Grauzone: Wer haftet bei einem Unfall?


Editorial


Wie gut ist die Forschung in Deutschland aufgestellt? Besser als in den 1990ern!

Auf die Podiumsdiskussion „Deutschland braucht Innovationen – braucht Deutschland mehr Forschung?" hatte ich mich intensiv vorbereitet. Doch das wäre nicht nötig gewesen. Denn alle sechs Diskutanten stocherten im Terrain Grundlagenforschung, angewandte Forschung, Elektromobilität wenig konkret herum. Was ich in der Runde – veranstaltet vom Max-Planck- Institut für Intelligente Systeme in Stuttgart – hätte loswerden wollen, notiere ich nun für Sie, liebe Leserinnen und Leser.

Bei QS World University Rankings 2014/15 rangiert die beste deutsche Universität – die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg – auf Platz 49: Vor ihr liegen zwei Universitäten der Schweiz, fünf in Australien, acht in Großbritannien und viele, viele in den USA. Nach dieser bedauerlichen Nachricht für die hiesige Wissenschaft nun zu den guten.

Deutschland hat seinen Anteil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung am Bruttoinlandsprodukt von 2004 bis 2012 laut Bundesbericht Forschung laufend gesteigert: von 2,5 Prozent auf 2,98 Prozent. Weltweit rangieren damit nur noch sechs Länder vor der Bundesrepublik – an der Spitze Korea mit 4,36 und Israel mit 4,2 Prozent.

Bei der Zahl wissenschaftlicher Publikationen bezogen auf eine Million Einwohner hat Deutschland die USA überholt. 2012 kam Deutschland auf gut 1200 Veröffentlichungen (2000: unter 900).

Bei weltmarktrelevanten Patenten führt Deutschland – pro Million Einwohner – vor Japan, allerdings nur knapp. Die USA rangieren unter ferner liefen.

Beim weltweiten Innovationsindikator verbesserte sich Deutschland in den vergangenen zwölf Jahren von Rang 9 auf Rang 6.

Deutsche Forschungsgemeinschaft, Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz- Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft, Max-Planck-Gesellschaft haben zusammengenommen ein Jahresbudget von mehr als 11 Milliarden Euro und wachsen seit 2011 jährlich um 5 Prozent.

Auch an Forscherpersönlichkeiten fehlt es nicht. Der aktuelle Nobelpreis - träger Stefan Hell ist das beste Beispiel.

Wenn wir nun noch mit mehr Zuversicht die Chancen durch Nano-, Gen-, Energie-, Pharma- oder Stammzell- Forschung wahrnehmen würden, dann könnte man richtig zufrieden sein mit dem Forschungs- und Innovationsstandort Deutschland.

Ihr

Wolfgang Hess, Chefredakteur

 

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