bild der wissenschaft 6/2013

DSCHINGIS KHAN

Warum er der mächtigste Mann der Welt wurde und wie Archäologen das Geheimnis seines Grabes lüften

UNSERE HIGHLIGHTS DIESEN MONAT

TITEL_DSCHINGIS KHAN
Das Klima scheint dem Mongolenfürsten bei der Eroberung seines Weltreichs günstig gewesen zu sein – nach der Formel: Regen gleich mehr Gras gleich mehr Pferde für Reiterheere. Lesen Sie auch: Die Jagd nach dem geheimnisvollen Grab.

RISIKO-RATTEN UNTER BERLIN
Die steigende CO2-Konzentration in der Luft verlangt dem Wald ein Maximum an Speicherfähigkeit ab. Allmählich ist er überfordert. In Deutschland soll die Rückführung in Mischwald die Forste fit für die Zukunft machen.

ERIS – PLUTOS BÖSER ZWILLING
Der massereichste Himmelskörper im Kuiper-Gürtel, Eris, hat Pluto vom Planeten-Thron gestoßen. Astronomen erkunden das Schattenreich jenseits der Neptunbahn, wo die Sonne aussieht wie irgendein heller Stern.

SCHWERPUNKT "BIG DATA": FÄHRTEN AUF FACEBOOK
Ein Tsunami aus Daten überflutet das Internet. Raffinierte Programme fischen Details über Ansichten und Gewohnheiten von Milliarden Menschen heraus.

HIGGS UND DAS ENDE DER WELT
Das 2012 am LHC entdeckte Elementarteilchen ist tatsächlich ein Higgs-Boson. Dieser Erkenntnis folgt der Verdacht: Das Universum könnte instabil sein.


ZUR SACHE - Gedanken unseres Chefredakteurs

Röntgen 2.0

Big Data heißt der Schwerpunkt dieses Heftes, der auf Seite 88 beginnt. Was sich so blutleer anhört, ist in Wahrheit das pralle Leben – und zugleich ein heißes Eisen. Es geht um nichts weniger als den gläsernen Menschen. Doch Big Data – der Wust elektronischer Daten und deren Auswertung – birgt auch große Chancen, wie unser Autor Ulrich Schmitz schildert: So hat der US-Konzern Raytheon eine Software entwickelt, mit der sich polizeilich gesuchte Kriminelle rasch dingfest machen lassen. Der Trick ist eine geschickte Verknüpfung von Einträgen in sozialen Netzwerken.

Um die geht es auch in dem Beitrag von bdw-Redakteur Ralf Butscher. Er beschreibt eindrucksvoll, welche Systeme von Menschen ersonnen und entwickelt werden, um etwa die 500 000 000 000 000 Byte Daten zu durchstöbern, die Facebook-Nutzer an einem Tag produzieren. So stellte der Hersteller eines Haushaltsreinigers via Facebook fest, dass sich sein Mittel bestens zum Säubern von Motorhauben eignet. Auch anderswo überrascht Big Data durch sein Potenzial: Ob Kunden mit einem neuen Gerät glücklich sind oder es verwünschen, analysieren intelligente E-Mail-Scanner deutlich schneller, als es eine persönliche Kundenberatung je könnte.

Wer begriffen hat, was heute möglich ist, wundert sich nicht, wenn auf seinen Computer-Bildschirm plötzlich die Werbung für einen Wein schwappt, der ihm durchaus munden könnte. Der Spätburgunder-Freund Hess weiß das mitunter zu schätzen, ärgert sich aber auch, dass ihn die Werbung so penetrant verfolgt. Dennoch: Ich zolle jenen Anerkennung, die solche Systeme ersonnen haben. Schlicht deshalb, weil sie ein aktuelles Beispiel für menschlichen Innovationsgeist sind!

Die Erfinder von Google, Twitter und Facebook haben frühzeitig und tiefgründig nachgedacht, wie sich Dienstleistungen finanzieren lassen, die inzwischen Hunderte Millionen von Menschen tagtäglich in den Bann ziehen. Weil die aber nichts dafür bezahlen wollen, muss das Geld eben aus anderen Quellen kommen: etwa indem die Dienstleister ihren gigantischen Datenpool akribisch nach bestimmten Merkmalen durchsuchen und ihre Erkenntnisse verkaufen – an Firmen, deren Produktwerbung dann auf dem Bildschirm potenzieller Kunden aufpoppt.


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