Außerirdische Intelligenz

UNSERE HIGHLIGHTS DIESEN MONAT

 


TITEL
AUSSERIRDISCHE INTELLIGENZ

Rund 38 Prozent der Menschen in Deutschland sind laut einer bdw-Umfrage davon überzeugt, dass es intelligente Lebensformen außerhalb der Erde gibt. Astronomen haben sich mit ausgefeilten Methoden auf die Suche gemacht. Sie halten nach vielerlei Indizien Ausschau, etwa nach Radiobotschaften aus dem All und verräterischen Spuren in den Atmosphären von Exoplaneten.

EIN ZIEMLICH PERFEKTER KÖRPER
Viele anatomische Konstruktionsprinzipien des Menschen hat die Natur sehr gut den Lebensbedingungen angepasst. Doch die Umstellung auf den aufrechten Gang ist nicht gut gelungen.

GRÜNZEUG FÜR DIE BODENWÄSCHE
Manche Pflanzen ziehen Halb- und Schwermetalle aus dem Boden. Bei steigenden Preisen wäre das Verfahren rentabel. Und: Mit dieser Methode lassen sich belastete Böden reinigen.

TEOTIHUACAN – STADT DER RÄTSEL
Archäologen erforschen die 1900 Jahre alte Stadt Teotihuacan in Mexiko. Bislang sind sie auf kein einziges Grab eines Herrschers gestoßen, haben aber einen Tunnel mit Tausenden Beigaben entdeckt. Wer hat hier einst regiert – oder bestimmte das Kollektiv?

GALILEO GEHT AUF SENDUNG
Mit dem passenden Empfangsgerät kann man seit Kurzem auf Daten des europäischen Navigationssystems Galileo zugreifen. Das könnte die Entwicklung des autonomen Fahrens beflügeln.

 

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Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
in den vergangenen Jahren ist in der Wissenschaft einiges schief gegangen: Vor allem in der Psychologie und Medizin scheiterten Wiederholungen bekannter Experimente. Das bedeutet ‧natürlich nicht, dass die Psychologen und Mediziner früher schlecht gearbeitet hätten. Experimente sind nur Stichproben, und es bleibt immer ein kleines Risiko, dass man in ein zufälliges Resultat zu viel hineininterpretiert hat. Das gilt auch für die Wiederholungen: Sie sind nicht unbedingt zuverlässiger als die ursprünglichen Versuche.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die wissenschaftliche Vorhaben mit rund drei Milliarden Euro im Jahr fördert, sieht dennoch ein grundlegendes Problem. "Es gefährdet die Leis‧tungsfähigkeit der Wissenschaften ebenso wie das gesellschaftliche Vertrauen in sie", schreibt sie in einer Stellungnahme. Und sie analysiert die Ursachen: vor allem den gestiegenen "Wettbewerbs- und Beschleunigungsdruck". Wissenschaftler müssen laufend herausragende Ergebnisse vermelden, um Geld für ihre Experimente zu bekommen und Karriere zu machen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hält dagegen: "Forschung braucht Zeit."

Es ist an der Zeit, das nach außen zu vertreten. Denn das Vertrauen in die Wissenschaft ist zwar weiterhin hoch, aber angekratzt. Nicht nur in den USA werden Forscher diskreditiert und sogenannte alternative Fakten in die Welt gesetzt. Im April sind daher weltweit Menschen auf die Straße gegangen, um im "March for Science" für Rationalität und Offenheit zu werben. In Deutschland waren es rund 35 000 Menschen in 22 Städten. Ein eindrucksvolles Signal, wenn man auch anmerken muss, dass es an deutschen Hochschulen 240 000 wissenschaftliche Mitarbeiter und 2,8 Millionen Studenten gibt. So belegt der Aktionstag auch, wie tief der Graben zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit noch ist.

Damit möchte ich mich bei Ihnen verabschieden, liebe Leserinnen und Leser. Ich war nur kurz an Bord der bdw-Redaktion, aber es war eine spannende Zeit und ich bin sehr dankbar dafür. Ich wende mich nun neuen Aufgaben zu, aber ich werde dem Wissenschaftsjournalismus treu bleiben. Ich wünsche Ihnen alles Gute!

Ihr Alexander Mäder

 

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