Der Kampf im Kopf
Links gegen rechts – der stete Streit der Gehirnhälften

UNSERE HIGHLIGHTS DIESEN MONAT



TITEL_Links vor rechts
Die linke und die rechte Gehirnhälfte agieren sehr unterschiedlich. Der britische Forscher Iain McGilchrist vermutet: Die linke Hälfte war einst nur die „Gesandte" der rechten – und hat dann die Herrschaft übernommen.

T. REX‘ AHNEN
Die Dinosaurier waren eine der erfolgreichsten Tiergruppen aller Zeiten. Neue Funde zeigen: Schon zu Beginn des Erdzeitalters Trias gab es die ersten Schreckens - echsen.

DER ALTE MANN UND DER MARS
Buzz Aldrin, 84, der mit Neil Armstrong vor 45 Jahren als erster Mensch auf dem Mond war, hat längst ein neues Ziel im Auge: den Roten Planeten. In bdw enthüllt er seine Pläne.

BACK TO AFRICA
„Out of Africa" heißt die Wanderwelle vor Zehntausenden von Jahren, als Menschen aus Afrika die Welt besiedelten. Jetzt erkennen Anthropo - logen: Es gab immer wieder Rückkehrer.

HEIKLE STRIPPEN
Zur Energiewende gehört der Bau neuer Hochspannungsleitungen. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel will nun auch Erdkabel zulassen. Doch das brächte eine Menge Nachteile.


Editorial

Unter deutschen Wissenschaftlern macht sich Besorgnis breit,

ein Besorgnisträger ist Günter Stock, Präsident der Union deutscher Akademien der Wissenschaften. Er ist Mitunterzeichner der jetzt publizierten Stellungnahme deutscher Akademien „Zur Gestaltung der Kommunikation zwischen Wissenschaft, Öffentlichkeit und den Medien". Neben Stock trägt das Papier die Unterschriften von Reinhard Hüttl, Präsident acatech, und Jörg Hacker, Präsident Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Der Text mündet in 13 Empfehlungen. Gefordert wird beispielsweise „die Einrichtung eines Wissenschaftspresserats (…), der Beschwerden über unfaire und fahrlässige Berichterstattung beurteilt, eklatante Fehlleistungen rügt und entsprechende Kodizes erarbeitet". Weiterhin wird die Einrichtung eines Science Media Centers in Deutschland zur Unterstützung der Massenmedien bei der Wissenschaftsberichterstattung befürwortet.

Warum das Ganze? „Die Akademien (…) halten es für notwendig, dass die Wissenschaft und die Medien selbst, aber auch die politischen Entscheidungsträger und die Gesellschaft einen aktiveren Beitrag leisten, um die Qualität der allgemein zugänglichen Information – und dazu gehören das wissenschaftliche Wissen und seine Darstellung in den Medien – künftig sicherzustellen."

Offensichtlich stößt sich die Gruppe daran, dass wissenschaftliche Arbeitsergebnisse oft stark popularisiert werden. Sie stößt sich wohl auch daran, dass Wissenschaftlern, die in ihrer Auffassung vom akzeptierten Stand in den Wissenschaften abweichen, zu viel mediale Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Beide Prozesse sind Teil unserer gesellschaftlichen Entwicklung, die auch ich nicht in jedem Fall gutheiße. Doch zwei wissenschaftsfreundliche Einrichtungen mehr werden daran wenig ändern. Akademiker, die kokett erklären, sie hätten mit Physik nichts am Hut, sterben ja auch nicht aus, obwohl die Initiative „Wissenschaft im Dialog" seit 1999 versucht, dies als dummen Ausspruch brandzumarken.

Günter Stock hat im Juni auf dem Leibniztag in Berlin noch an etwas anderem Anstoß genommen. Er fürchtet auch ein Mehr an Öffentlichkeit bei der Diskussion um Forschungsmittel. „Plakativ formuliert könnte Folgendes eintreten: Gesellschaftlich relevante Gruppen halten Einzug in den Hauptausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (…), um dort Forschungsziele zu definieren", zitiert ihn Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Instituts in seinem Kontra (ab Seite 91). Anders als Stock, der zu wissen glaubt, wie sich die Wissenschaft in der Öffentlichkeit präsentieren muss, fordert Schneidewind, dass gerade Wissenschaftsakademien zum Impulsgeber von Debatten werden sollten und nicht zum Stolperpfad.

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