Sensationelle Grabfunde im Tal der Könige

UNSERE HIGHLIGHTS DIESEN MONAT



TITEL
TAL DER KÖNIGE

Die berühmte Begräbnisstätte ägyptischer Pharaonen birgt immer noch Geheimnisse. Schweizer Archäologen haben jetzt etliche bisher unbekannte Gräber freigelegt. Wer waren die Toten, die vor über 3300 Jahren dort bestattet wurden?

FRISCH AUS DER FABRIK
Herz, Niere, Muskel oder Leber werden künftig aus dem Bio-Drucker kommen. Das wird viele Tierversuche überflüssig machen – und soll auf lange Sicht auch Patienten helfen, die vergeblich auf ein Spenderorgan warten.

HAUTNAH AM STURM
Der größte Wunsch eines „Sturmjägers" ist, einen Tornado direkt vor die Linse zu bekommen. Solche Windhosen wüten nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland.

KLEINER KOMET GANZ GROSS
„Tschuri" ist der besterforschte Komet. Erstmals glückte dort eine Landung. Nun liefert der Rosetta-Orbiter spannende Daten über Churyumov-Gera - simenko, wie der Komet offiziell heißt.

WIE SCHÄDEN VON SELBST VERSCHWINDEN
Bei neuartigen Materialien heilen Löcher und Risse ganz von allein – wie beim Roboter im Film „Terminator 2". Eine Vision sind Autolacke, an denen Parksünden keine Spuren hinterlassen.


Editorial


Wissen Sie, was sich hinter KV 62 verbirgt?

Wenn ja, alle Achtung! KV 62 steht für das 62. Grab, das Archäologen im Tal der Könige in Ägypten (KV: Kings‘ Valley) entdeckt haben. Das war vor fast 93 Jahren. Der Entdecker hieß Howard Carter. Im Grab fand sein Team den fantastischen Beigabenschatz des Pharaos Tutanchamun. Seither wurden im Tal der Könige gerade mal zwei weitere Grabstätten entdeckt – zuletzt KV 64 im Jahr 2012. Was Archä ologen in KV 64 und den benachbarten Gräbern gefunden haben (unter anderem eine zerfallene Socke, die in dreiwöchiger Detailarbeit wieder zusammengestückelt wurde!), welche Schlüsse sie aus den Funden ziehen und warum dort vor allem Schweizer Wissenschaftler erfolgreich sind, interessierte bdw-Redakteurin Karin Schlott schon deshalb, weil sie ausgebildete Archäologin ist. Die Ergebnisse ihrer Recherchen lassen aufhorchen – und waren uns eine Titelgeschichte wert. Insbesondere, weil wir wissen, dass sich viele unserer Leserinnen und Leser neben den Naturwissenschaften für Archäologie begeistern.

Das Ressort Kultur und Gesellschaft verantworten übrigens Karin Schlott (die schon an einer kanadischen Universität englischsprachige Vorlesungen über das Alte Ägypten hielt) und Cornelia Varwig (die im Zweitjob am Karlsruher Institut für Technologie wissenschaftlich arbeitet) gemeinsam. Ein anderer Beitrag in „K & G" dokumentiert den Selbstversuch von Christine Amrhein in Sachen umweltfreundliche Lebensweise. Die bdw-Autorin ist keine Umweltaktivistin, sondern stemmt wie viele von uns pragmatisch ihren Alltag – wohl wissend, dass es mit ihrer persönlichen CO2-Bilanz und ihrem Ressourcenverbrauch nicht zum Besten steht. Für bild der wissenschaft machte sie nun ein einmonatiges Experiment. Wie gut es ihr gelang, ihren Lebensstil umzustellen, lesen Sie ab Seite 54.

Das Urteil über die deutsche Energiewende fällt bei vielen nicht gut aus, bei manchen sogar vernichtend. Auch unsere Leser sind sehr kritisch, wie ich aus Reaktionen auf bdw-Beiträge weiß. Aufhorchen lässt deshalb das Urteil des schwedi schen Professors Clas-Otto Wene, der unter anderem sieben Jahre bei der Internationalen Energie-Agentur in Paris arbeitete. Im Interview mit unserem Redaktionsmitglied Henrike Wiemker, die auch schwedisch spricht, nannte Wene, der deutsch kann, den deutschen Weg „erfolgreicher" als den Schwedens (ab Seite 90).

Einen besonderen Leckerbissen ermöglicht uns Physiknobelpreisträger Klaus von Klitzing. Exklusiv für bild der wissenschaft-Abonnenten öffnen sich durch seine Unterstützung zwei Stuttgarter Max-Planck-Institute und präsentieren zwei Tage ihre internationale Spitzenforschung. Das genaue Programm erfahren Sie auf den Seiten 6 und 7. Diese einzigartige Möglichkeit verdanken wir dem bdw-Physik- und Technikredakteur Ralf Butscher. Seine Titelgeschichte über Graphen vom Oktober vergangenen Jahres gefiel dem Nobelpreisträger so gut, dass er es als selbstverständlich ansieht, für bild der wissenschaft-Leser einige Stunden zur Verfügung zu stehen. Besten Dank dafür, lieber Professor von Klitzing!

Ihr

Wolfgang Hess, Chefredakteur

 

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