Künstliche Krake

Er heißt Octobot und ist ein ungewöhnlicher kleiner Roboter. Seine Erbauer, Robert Wood und Jennifer A. Lewis von der Harvard University, haben in der künstliche Krake weder Metall noch Drähte verbaut, also auch keine Elektronik installiert. Und: Wie ein echtes Lebewesen besteht der Octobot nur aus weichen Komponenten. Das macht die Arme des Krakenroboters besonders gelenkig – und die bewegt er ganz ohne die Energie aus einer Batterie. Der Mini-Oktopus wird mithilfe von Wasserstoffperoxid angetrieben, das in Wasser gelöst ist. In einer kleinen Reaktionskammer entsteht daraus Wasser und Sauerstoff. Der gasförmige Sauerstoff strömt durch kleine Kanäle in die Arme der Krake, bewegt die Gliedmaßen und entweicht wieder durch kleine Schlitze. Zwar kann Octobot nicht viel mehr als mit den Armen wackeln, auch die Energie reicht nur für acht Minuten, aber die Forscher arbeiten daran, ihren Prototyp zu optimieren. Für Wood und Lewis soll Octobot eine neue Generation von Robotern anführen. Deren Vorteil soll sein, dass sie sich gut an unterschiedliche Umgebungen anpassen können. Mögliche Einsatzgebiete sind Such- und Rettungsaktionen oder die Erkundung unbekannter Gebiete.

Die Krake in Action (Foto/Video: Lori Sanders/Harvard University)

© wissenschaft.de - Ruth Rehbock
28.09.2016
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