Gelichteter Nebel

Etwa 1350 Lichtjahre liegt der Orionnebel von der Erde entfernt. Wer in den klaren Nachthimmel blickt, kann ihn als verschwommenen Fleck im Schwert des Orion erkennen. Einen sehr viel klareren Blick bietet jedoch diese Aufnahme – sogar klarer als je zuvor gewährt sie Forschern Einblick ins Herz des Nebels (wir berichteten) und liefert eine der schönsten Astro-Bilder des Jahres 2016. Das Foto nahmen Astronomen mit dem "Very Large Telescope" der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile auf. Die Wissenschaftler konnten auf dem Bild etwa zehn Mal so viele Braune Zwerge im Nebel erkennen als bisher bekannt waren. Zudem wurde deutlich, dass im 24 Lichtjahre großen Orionnebel eine unerwartet große Zahl an Objekten mit planetarer Masse existiert.

Der Nebel leuchtet sehr hell, da das Gas durch die ultraviolette Strahlung der vielen heißen, neu geborenen Sterne ionisiert wird. Durch die relative Nähe zur Erde können Astronomen die Prozesse der Sternentstehung im Orionnebel gut untersuchen.

Foto: ESO/H. Drass et al.

© wissenschaft.de - Ruth Rehbock/Karin Schlott
22.12.2016
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