Frosch mit Durchsicht

Der Name sagt es schon: Glasfrösche sind durchsichtig. Durch die Haut am Bauch hindurch erkennt man ihre Organe. Nun haben Forscher der Universidad San Francisco de Quito in Ecuador ein bislang unbekanntes Exemplar der Glasfrösche entdeckt. Die Wissenschaftler haben das zwei Zentimeter große Fröschlein Hyalinobatrachium yaku getauft. Es gehört zu den wenigen Vertretern seiner Familie, deren Herz sich nicht weiß, sondern rot durch die Haut abzeichnet  – und das man beim Schlagen beobachten kann. Selbst kleine Adern sind zu sehen.

Der jüngst entdeckte Frosch ist nicht nur außergewöhnlich durchsichtig, er fällt auch durch sein besonderes Fortpflanzungsverhalten auf. "Die Männchen passen auf die Eier auf, die unter Baumblättern angebracht werden – solange, bis sie sich lösen und in darunter befindliches Wasser fallen", erklärt der Biologe Juan Guayasamin von der Universidad San Francisco de Quito. "Ich arbeite täglich mit Fröschen und dies ist eines der schönsten Exemplare, die ich je gesehen habe." Guayasamin und seine Kollegen vermuten, dass Hyalinobatrachium yaku aus Ecuador bereits vom Aussterben bedroht ist, da der Mensch immer weiter in seinen Lebensraum eindringt.

Foto: Jaime Culebras und Ross Maynard

© wissenschaft.de - Ruth Rehbock
01.06.2017
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