Biene mit Huckepack-Sensor

Weltweit suchen Forscher nach den Ursachen für das dramatische Bienensterben - und damit nach dem Ursachen für den drohenden Verlust der Bestäubungsleistung. Klar ist bislang, dass Pestizide aus der Landwirtschaft, die Folgen des Klimawandels oder Parasiten wie die Varroamilbe den pelzigen Flügelinsekten stark zusetzen. Die genauen Zusammenhänge, warum ganze Bienenvölker absterben, konnten Forscher jedoch bislang nicht eindeutig klären.

Um besser zu verstehen, wie Bienen auf ihre Umweltbedingungen reagieren, wollen Wissenschaftler Daten über deren Bewegungsabläufe sammeln. Aus diesem Grund haben Forscher der staatlichen Forschungsagentur in Australien, CSIRO (Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation), Flügeltiere in mit einem Mikrosensor ausgestattet. "Diese Sensoren funktionieren so ähnlich wie die Blackbox eines Flugzeuges", erklärt Paulo de Souza, wissenschaftlicher Leiter von CSIRO. Sie zeichnen die Bewegungen der Tiere auf, die wiederum Rückschlüsse auf Faktoren zulassen, die zum weltweiten Rückgang der Bienenvölker führen. "Die winzige Technologie ermöglicht es Forschern, den Effekt von Stressfaktoren, wie Krankheiten, Pestiziden, Luft- und Wasserverschmutzung, Ernährung und extremen Wetterverhältnissen, auf die Bewegungen der Bienen und deren Bestäubungsleistung zu untersuchen", so de Souza.

Foto: CSIRO

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