Vom schönen Schwan zum hässlichen Entlein

Wenn die Geschlechter einer Art unterschiedlich gefärbt sind, nennt man das Sexualdichroismus. Neuseeländische Forscher der Massey University in Auckland sind diesem Phänomen nun am Beispiel von Sperlingen auf den Grund gegangen - und ihre Ergebnisse stellen einige etablierte Annahmen infrage.

Es ist richtig, dass die sexuelle Selektion dazu führt, dass manche männliche Sperlinge ein besonders buntes Federkleid entwickeln. Nur bei einigen Vogelarten wie der Goldschopftangare (Tangara larvata) in Mittelamerika ähneln sich Männchen und Weibchen. Für die Mehrzahl mit unterschiedlich gefärbtem Federkleid konnten die Forscher aber feststellen, dass es nur in geringem Maß die Männchen sind, die an Farbe gewonnen haben. Vielmehr sind es die Weibchen, die im Laufe der Evolution an Farbvielfalt verloren haben. Traditionell gingen Ornithologen bislang davon aus, dass vor allem die männlichen Angehörigen einer Spezies wegen des hohen Paarungsdrucks ausgefallene Färbungen oder Muster ausbilden. Doch offenbar haben sich die Sperlings-Herren anders als ihre Damen kaum verändert.

Foto: Bill Holsten

 

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