Gefiederter Klimabotschafter

Vögel reagieren empfindlich auf Klimaveränderungen. Eine Folge: Ihre Populationen schrumpfen. Entweder, weil sich ihre gewohnte Habitatzone verlagert oder sich ihre ökologische Nische gewandelt hat und Futtertiere verschwinden. Ebenjener Prozess steht jedoch vielen Vogelarten nicht mehr bevor, sondern ist schon in vollem Gange. Ein aktueller Bericht von BirdLife International und der Audubon Society zeigt anhand ornithologischer Studien, wie stark das Leben auf unserem Planeten bereits von der zunehmenden Erwärmung betroffen ist. Stuart Butchart, wissenschaftlicher Direktor von BirdLife International dazu: "Der Bericht führt erstmals eindeutige Belege aus der ganzen Welt an, dass sich der Klimawandel bereits negativ auf die Populationen vieler Arten auswirkt." Ein krasses Beispiel ist der Papageitaucher (Fratercula arctica), hier im Bild. Während der letzten Jahrzehnte hat sein Bestand bereits um 50 Prozent abgenommen.

Butchart betont zudem, dass die Forscher für ihren Bericht viele regionale Studien durchgearbeitet haben, mit dem Ergebnis: Die Zahl an Arten, denen der Klimawandel schadet, ist doppelt so hoch wie die Zahl derer, die von der Erderwärmung profitieren werden. Was bedeutet das für uns Menschen? "Vögel geben Auskunft über die Gesundheit eines Ortes - an dem Menschen und Vögel gemeinsam leben", sagen Patricia Zurita und David Yarnold von BirdLife International. "Nie zuvor war ihre Botschaft so klar und eindringlich zu vernehmen: Der Klimawandel ist da und er bedroht das Überleben von Vögeln und Menschen."

Mehr zum Bericht "Die Botschafter – Was uns Vögel über die Bedrohungen durch den Klimawandel berichten und Lösungen für Natur und Mensch".

Foto: iStock

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