Deutschlandkarten

So ist Deutschland!

Landkarten können Geschichten erzählen. Der Blick auf eine Deutschlandkarte verrät viel über unser Land und lässt doch auch Raum für Spekulationen und Nachforschungen. Er macht neugierig...

An dieser Stelle haben wir für Sie Deutschlandkarten zu völlig unterschiedlichen Themen zusammengestellt. Von Ehescheidungen bis zu Elektroschrott ist alles dabei. Stöbern Sie einfach ein bisschen durch die Galerie. Viel Spaß!

Internet-Domains

Vom Netz überspannt

Weiße Flecken gibt es auf der Deutschland-Karte der Internet-Domains keine mehr

Für ein Unternehmen oder eine Organisation ist die Wahrnehmung im Internet extrem wichtig. Auch viele Privatpersonen verfügen über eine eigene Website. Während es Ende des 20. Jahrhunderts in Deutschland eine Million registrierte Domains gab, bestehen aktuell rund 16 Millionen Adressen. Die Domains breiteten sich von wenigen Universitätsstädten als Innovationszentren aus. Weiße Flecken gibt es auf der Karte keine mehr. Allerdings existieren große regionale Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland sowie zwischen ländlichen Regionen und Städten. Besonders groß ist die Domain-Dichte in den Industrie- und Dienstleistungszentren Rhein-Ruhr und Rhein-Main sowie den Tourismusregionen in Nord- und Süddeutschland.

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Bodenpreise

Platz für das liebe Vieh

Der deutsche Nordwesten und Südosten wird von viel Nutzvieh bevölkert, was die Bodenpreise dort in die Höhe treibt

2014 wurden 51,7 Prozent der deutschen Bodenfläche landwirtschaftlich genutzt. Die Bodenpreise unterscheiden sich ­regional sehr stark. In Gebieten mit hohem Viehbesatz liegen sie deutlich über dem Bundesdurchschnitt, da der Boden für die Futtererzeugung und die Entsorgung der Gülle dort sehr begehrt ist. Im Nordwesten konzentriert sich die Viehhaltung, weil die internationalen Futtermittelmärkte durch Schiffstransporte gut zugänglich sind. Im Südosten begünstigt der ­hohe Anteil an Grünlandflächen die Tierhaltung, insbesondere die von Rindern. In Regionen mit hoher Viehdichte wurden in den letzten Jahren außerdem viele Biogasanlagen installiert, was ebenfalls preissteigernd wirkt.

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Detailliertere Infos zum Thema gibt es beim Leibniz-Institut für Länderkunde.

Bevölkerungsentwicklung

Ab in den Süden

Baden-Württemberg und Bayern verzeichnen den stärksten Zuwachs bei der Bevölkerung

Während immer mehr Menschen in Großstädte und strukturstarke Gegenden ziehen, entvölkern sich ländliche Regionen zunehmend – vor allem in Ostdeutschland, aber auch in Franken, Nordhessen und Südniedersachsen. In vielen Industriestädten, etwa im Ruhrgebiet, hat sich die Bevölkerungsentwicklung nach jahrzehntelanger Schrumpfung dagegen stabilisiert – nicht ­zuletzt durch Zuwanderung aus dem Ausland. Am stärksten wachsen die Groß- und Universitätsstädte, die junge Menschen aus dem In- und Ausland anziehen und als Folge dieser Verjüngung steigende Geburtenzahlen vermelden.

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Rheuma

Wenn die Gelenke schmerzen

Vor allem im Nordosten Deutschlands finden Eltern kaum Fachärzte für ihr rheumakrankes Kind

Bundesweit leiden etwa 40.000 Kinder und Jugendliche an entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Meist handelt es sich dabei um Gelenkentzündungen unklarer Ursache. Ob die Entzündungen chronisch werden, lässt sich zunächst nicht abschätzen. Weil die Diagnose schwierig ist, geht man von einer großen Dunkelziffer aus. Wird die Krankheit erkannt, erfolgt die Betreuung überwiegend in Kinderrheuma-Ambulanzen, die mit Kinder- und Hausärzten zusammenarbeiten. Doch weil es oft in der Nähe des Wohnorts keinen Kinderrheumatologen gibt, wird nicht einmal jedes zweite erkrankte Kind einem Facharzt vorgestellt.

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Detailliertere Infos zum Thema gibt es beim Leibniz-Institut für Länderkunde.

Waldfläche

Wem gehört der deutsche Wald?

Fast die Hälfte der Bäume hierzulande sind Privatsache

Knapp ein Drittel (32 Prozent) von Deutschland ist mit Wald ­bedeckt. Die relativ größten Waldbestände verzeichnen Hessen und Rheinland-Pfalz mit etwa 42 Prozent ihrer Landesflächen. Absolut gesehen führt Bayern mit rund 26.000 Quadratkilo­metern vor Baden-Württemberg mit rund 14.000 Quadratkilometern. Bei der Waldfläche je Einwohner liegen Brandenburg (4.601 Quadratmeter) und Mecklenburg-Vorpommern (3.490 Quadratmeter) deutlich an der Spitze. Hinsichtlich der Eigentumsverteilung nimmt der Privatwald fast die Hälfte der ­Gesamtwaldfläche ein, gefolgt vom Staatswald und vom ­Körperschaftswald, auch Gemeindewald genannt. Die beträchtlichen regionalen Unterschiede sind historisch bedingt. Öffentlich ­begehbar sind 98 Prozent der insgesamt 114.200 Quadratkilometer großen Waldfläche.

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Detailliertere Infos zum Thema gibt es beim Leibniz-Institut für Länderkunde.

Kurzstreckenflüge innerhalb Deutschlands

Einfach mal abheben

Kurzstreckenflüge innerhalb Deutschlands sind begehrt

Im deutschen Luftraum herrscht reger Betrieb: 300.242 Inlandsflüge starteten im letzten Jahr von den Hauptverkehrsflughäfen – und dazu kam noch der nichtgewerbliche Luftverkehr, also beispielsweise firmeneigener Werksverkehr. Fast 23.345.000 ­Personen wurden befördert, rund 264.000 Passagiere mehr als ein Jahr zuvor. Das höchste Fluggastaufkommen verbuchte die ­Verbindung München–Berlin mit fast zwei Millionen Privat- und Geschäftsreisenden in beide Richtungen, gefolgt von Berlin– Frankfurt am Main, München–Hamburg und München–Düsseldorf. Ein begehrtes Reiseziel ist auch die Insel Sylt, die ­eine attraktive Flugverbindung nach Düsseldorf hat: 72.500 Passagiere gingen hier in die Luft.

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Forschung und Entwicklung

Patente Forschung

Die meisten Erfinder gibt es in Bayern und Baden-Württemberg

Die Leistungsfähigkeit der deutschen Volkswirtschaft hängt maßgeblich von Erfindungen und Innovationen ab. 2015 wurden für 47.377 inländische Erfindungen Patente angemeldet – die meisten in Metropolregionen wie Stuttgart, München, Düsseldorf und Nürnberg. Besonders hoch ist die Patentdichte in Süddeutschland. Der überwiegende Teil der Erfindungen stammt aus der Industrieforschung. 2015 gehörten die Robert Bosch GmbH in Gerlingen bei Stuttgart mit 3.841 und die Schaeffler Technologies GmbH & Co. KG in Herzogenaurach bei Erlangen mit 2.334 Patentanmeldungen zu den aktivsten Unternehmen. 3.222 Anmeldungen kamen von Einzelerfindern (6,8 Prozent) und 739 von Hochschulen (1,6 Prozent).

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Das soziale Gefälle in Deutschland

Auf Stütze angewiesen

Das soziale Gefälle in Deutschland ist nach wie vor groß

Über 7,5 Millionen Menschen erhielten 2014 soziale Mindestsicherungsleistungen vom Staat, in Berlin war es sogar jeder Fünfte. Diese Mittel sollen ein menschenwürdiges Existenzminimum garantieren und damit Armut und Ausgrenzung bekämpfen. Noch mehr beeindruckende Zahlen: Im Rahmen der Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen 4,3 Millionen Menschen Arbeitslosengeld II. Weitere 1,7 Millionen, vor allem Kinder von Arbeitslosengeld II-Empfängern, bekamen Sozialgeld. Eine Million Menschen bezog Leistungen zur Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, 133.000 Menschen wurde Hilfe zum Lebensunterhalt gewährt. Zu den Leistungsempfängern gehörten Ende 2014 rund 363.000 Asylsuchende.

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Blick aufs Weißweinland

Gute Tröpfchen

Nicht nur aus dem deutschen Süden, sondern auch aus Sachsen und von der Saale kommt ­edler Wein

Deutschland ist ein relativ kleiner Weinproduzent: Nur rund 3,3 Prozent der globalen Weinmenge stammten 2014 von heimischen Reben. Nach der Anbaufläche lag Deutschland mit 102.439 Hektar auf dem 14. Platz, nach dem Ernteertrag mit 9.211.000 Hektolitern auf dem 10. Platz. Für 2015 werden ­etwa 8.953.000 Hektoliter erwartet. Insgesamt sind 13 Weinbaugebiete für die Herstellung von "Wein mit geschützter Ursprungsbezeichnung" ausgewiesen. Sie unterscheiden sich in ihrer Größe und ihrer Ausrichtung auf bestimmte Rebsorten. Deutschland gilt als "Weißweinland". Doch die Bedeutung des Rotweins nimmt immer mehr zu: Der Flächenanteil von roten Trauben ist von 1999 bis 2014 von 24 auf 35 Prozent (35.941 Hektar) ­gestiegen, während der Anteil der weißen Rebsorten von 76 auf 65 Prozent zurückgegangen ist.

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Bettennotfall

Wie man sich bettet ...

Deutschland ist regional sehr unterschiedlich mit Krankenhausbetten versorgt

Deutschland liegt auf Platz vier – hinter Japan, Korea und Russland –, was die Zahl der Krankenhausbetten in Bezug zur Bevölkerungszahl angeht. Und das, obwohl die Zahl der Betten seit 1991 um 25 Prozent auf 500.680 im Jahr 2014 gesunken ist. Gleichzeitig hat sich die durchschnittliche Verweildauer im Krankenhaus von 14 Tagen auf 7,4 Tage fast halbiert. Eine deutschlandweite Angleichung der Bettenkapazität hat in diesen 23 Jahren nicht stattgefunden, sondern es bestehen nach wie vor erhebliche regionale Unterschiede. Aufgrund des anhaltenden Kostendrucks im Gesundheitswesen wird die Bettenzahl künftig wohl kaum steigen, zumal die durchschnittliche Bettenauslastung 2014 bei 77,4 Prozent lag.

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Hochleistungssport in Deutschland

Laufen, springen, schwimmen

Über Deutschland spannt sich ein Netz von Förderungseinrichtungen für Spitzenathleten

Auch wenn Hamburg nicht Austragungsort der Olympischen Spiele von 2024 sein wird: Deutschland gehört in vielen Sportarten zur Weltspitze. Schon im Kindesalter beginnt für talentierte Mädchen und Jungen das Training für eine Karriere im Leistungssport – mit dem Ziel, in eine Nationalmannschaft berufen zu werden. Ein Netz von Trainingseinrichtungen sorgt für eine gute Ausbildung und Förderung der Athleten. Die Besten von ihnen, die Bundeskader, kommen in Olympiastützpunkten zusammen. Sportartspezifisch findet das Training in den 5 Bundesleistungszentren und über 200 Bundesstützpunkten statt, die den Olympiastützpunkten zugeordnet sind. Eine intensive Nachwuchs-förderung wird außerdem in den 43 Eliteschulen des Sports betrieben, an die 115 Haupt-, Real- und Gesamtschulen sowie Gymnasien und Internate angeschlossen sind.

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Private und öffentliche Wohnheimplätze

Wie Studenten wohnen

In Städten mit angespanntem Wohnungsmarkt springen Privatanbieter in die Bresche

Fast 2,7 Millionen Studenten waren im Wintersemester 2014/15 an einer deutschen Hochschule eingeschrieben – ein neuer Rekord. Dagegen ist die Zahl der Wohnheimplätze der Studenten­werke in den letzten Jahren kaum gewachsen. Wo es eng wird, errichten immer häufiger Privatinvestoren Wohnanlagen für Studenten. Doch nicht in jeder der 30 größten Hochschulstädte gleichermaßen: Die drei Städte mit den größten Privatbe­ständen sind München (3850), Mainz (1900) und Regensburg (1830). Die größten Marktanteile haben Privatanbieter in den Städten Bremen (37 Prozent), Regensburg (34 Prozent), Frankfurt am Main (33 Prozent) und Mainz (30 Prozent). Insgesamt gibt es in den 30 größten Hochschulstädten rund 25.000 Privatwohnheimplätze, und mindestens 16.000 Plätze sind zurzeit in Bau oder in Planung.

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Die Verteilung von Geflüchteten

Deutschland wird Weltland

Im Westen und Süden werden die meisten Flüchtlinge aufgenommen

Derzeit ist noch völlig unklar, wie viele der Menschen, die aktuell in Deutschland Asyl suchen, auf Dauer bleiben wollen oder müssen. Sollten sie bleiben, werden sie zur Internationalisierung des Landes beitragen. Bei Redaktionsschluss Ende Oktober wurden in Deutschland 800.000 Flüchtlinge erwartet. Die Asylsuchenden werden zwar zunächst nach dem Königsteiner Schlüssel gemäß Bevölkerungszahl und Wirtschaftskraft auf die Bundesländer verteilt. Es ist aber zu erwarten, dass sie nach ihrer Anerkennung und der Erlaubnis zu arbeiten entsprechend der Attraktivität der regionalen Arbeitsmärkte umziehen werden. Davon werden besonders Regionen profitieren, die bereits früher viele internationale Arbeitskräfte aufgenommen haben.

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Mineralwasserquellen in Deutschland

Wo das Wasser sprudelt

Nordrhein-Westfalen hat die meisten Mineralwasserquellen

Natürliches Mineralwasser stammt aus unterirdischen Wasservorkommen, die vor Verunreinigungen geschützt sein müssen. Es wird direkt an der Quelle beziehungsweise am Brunnen abgefüllt. Mineralwasser ist das einzige Lebensmittel in Deutschland, das amtlich anerkannt werden muss. Die meisten Quellen befinden sich in Nordrhein-Westfalen (157), Baden-Württemberg (153) und Bayern (118). Die etwa 200 Brunnenbetriebe verfügen über insgesamt 820 Quellen in 256 Gemeinden. Der Marktführer Mitteldeutsche Erfrischungsgetränke mit Sitz im sachsen-anhaltischen Weißenfels besitzt fünf Betriebe in Brandenburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Sachsen-Anhalt mit insgesamt neun Quellen.

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Musicals

Wo die Musik spielt

Musicals sind in Deutschland beliebt. Sie werden überall im Land aufgeführt

Hamburg ist Deutschlands Musicalhauptstadt. In der Spielzeit 2012/13 fanden hier etwa ein Viertel der Aufführungen statt, ‧gerechnet ohne Gastspiele. Auch in Berlin, Stuttgart und Oberhausen gibt es große private Musicaltheater. Doch mehr als ein Drittel der Musicals werden als kleinere Produktionen an öffentlichen Häusern aufgeführt. Die Vielzahl der deutschen Stadt- und Landestheater sorgt so auch außerhalb der Metropolen für ein breitgefächertes Angebot.

Autor: Simon Eckstein

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Wo Private-Equity-Gesellschaften zuschlagen

Im Griff von Finanzinvestoren

Knapp 400 Unternehmen gingen in Deutschland 2012 und 2013 in die Hand von "Private-Equity-Gesellschaften" über – der Verkauf erfolgte also nicht an der Börse. 35 Prozent der ­Finanzinvestoren stammten aus dem Ausland, vor allem aus Großbritannien und Nordamerika. Insgesamt waren rund 240.000 Arbeitnehmer von den Übernahmen betroffen. Besonders begehrt waren die vier export- und innovationsstarken Branchen Chemie, Elektronik, Fahrzeugbau und Maschinenbau. Zu den meisten Übernahmen kam es naturgemäß in den industriell geprägten Regionen der Bundesrepublik.

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Standorte von Fahrradherstellern

Räder am westlichen Rand der Republik

Deutschland ist mit rund 2,2 Millionen Fahrrädern nach Italien der zweitgrößte Fahrradproduzent in der EU. Neben neun Großunternehmen mit einem Jahresumsatz von über 50 Millionen Euro gibt es viele Kleinbetriebe mit speziellen Angeboten, vor allem im Einzugsbereich der Großstädte. Gekauft wurden 2013 in der Bundesrepublik etwa 3,8 Millionen Fahrräder: Mit einem Marktanteil von 11 Prozent lag das E-Bike an dritter Stelle, nach dem Treckingrad (32 Prozent) und dem Cityrad (23 Prozent).

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Zu wenig Kita-Plätze

Wohin mit den Kindern?

Der Ausbau der Kleinkinderbetreuung gehört zu den zentralen familienpolitischen Projekten der Bundesregierung. Auf dem "Krippengipfel" 2007 vereinbarten Bund, Länder und Gemeinden, bis 2013 für 35 Prozent der unter Dreijährigen einen Krippenplatz anzubieten. Doch dieses Ziel wurde in allen westdeutschen Bundesländern verfehlt, außer in Hamburg. Seit dem 1. August 2013 haben die Eltern von ein- und zweijährigen Kindern einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Doch noch immer fehlen 120.000 Betreuungsplätze – aktuellen Prognosen zufolge liegt der Bedarf bei 780.000 Plätzen.

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Im Süden beantragen mehr Väter Elterngeld

Mut zum Vatergeld

Das 2007 eingeführte Elterngeld gilt als eine der effektivsten familienpolitischen Leistungen in Deutschland. Jungen Paaren soll "Mut zum Kind" gemacht und verhindert werden, dass die frisch gebackenen Eltern größere Einschränkungen ihres Lebensstandards verkraften müssen. Zunehmend beantragen auch Väter Elterngeld. Allerdings zeigen sich dabei deutliche regionale Unterschiede, die sich nicht durch Ost/West- oder Stadt/Land-Unterschiede erklären lassen. Südlich einer Linie vom brandenburgischen Eberswalde nach Landau in der Pfalz ist der Anteil der Kinder, deren Vater Elterngeld beantragt hat, deutlich höher als im restlichen Bundesgebiet. Und besonders gering ist die Väterbeteiligung in Nordrhein-Westfalen sowie im Saarland. Bei den Müttern gibt es dagegen keine regionalen Unterschiede: Fast jede nimmt das Elterngeld in Anspruch.

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Der Norden qualmt am meisten

Blauer Dunst

An den Folgen des Rauchens sterben hierzulande jährlich über 100.000 Menschen – ohne das Passivrauchen zu berücksichtigen. Die jährlichen Kosten durch Versorgung, Erwerbsunfähigkeit, Frühberentung und Tod werden auf über 20 Milliarden Euro geschätzt. Die gute Nachricht: In den letzten 10 Jahren ist der Anteil der Raucher in allen Bundesländern zurückgegangen, am meisten im Norden und dort vor allem in Mecklenburg-Vorpommern. Allerdings ist im Norden und Nordosten nach wie vor der Raucheranteil am größten. Lediglich in Sachsen-Anhalt ist er fast unverändert hoch geblieben. Am dünnsten ist der blaue Dunst über Bayern und Baden-Württemberg.

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Die Industrie brummt

Rauchende Schlote

Fast drei Viertel der Wirtschaftsleistung in Deutschland wird im Dienstleistungssektor (grün, rot und braun) erbracht. Auffallend ist, dass von den fünf Städten mit einem Spezialisierungsgrad von über 50 Prozent vier zu den Industriestädten (blau) gehören: Wolfsburg und Ingolstadt (Autos), Salzgitter (Stahl) und Ludwigshafen (Chemie). Bei den Dienstleistungsstädten erreicht nur die Finanzmetropole Frankfurt am Main diese 50-Prozent-Schwelle.

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Uhrenhersteller

Auf die Minute genau

Pünktlichkeit gehört wohl zu den verbreitetsten Klischees über Deutschland und seine Bewohner. Tatsächlich ist es in manch anderem Land völlig normal, einige Zeit später als verabredet aufzutauchen. In Deutschland erntet man dagegen schon nach ein paar Minuten so manchen bösen Blick. Ob das alles mit der Verbreitung von Uhrenherstellern zu tun hat, weiß man nicht - denkbar wäre es. Dann müsste es allerdings auch innerhalb Deutschlands große Unterschiede in der Pünktlichkeit geben. Aber sind die Schwarzwälder tatsächlich pünktlicher als die Ostfriesen?

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Schulabbrecher in Deutschland

Schluss ohne Abschluss

Man könnte angesichts der Karte aufschreien und sich Sorgen machen über all die abschlusslosen Schulabsolventen in den ländlichen Gebieten der "neuen" Bundesländer. Man könnte aber auch frohen Mutes auf Gesamtdeutschland blicken und feststellen: In den mit Abstand meisten Kreisen, nämlich 184, beträgt die Quote weniger als fünf Prozent (auf der Karte die blassesten Stellen). Über diese jungen Menschen, die die Schule ohne Abschluss verlassen, ist mehr noch nicht gesagt. Vielleicht sind sie arbeitslos. Aber vielleicht machen sie nur eine Pause und später Abitur. Vielleicht finden sie genau die Arbeit, die zu ihnen passt. All das bleibt an dieser Stelle Spekulation.

 

 

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Was die Landschaft verrät

Geschichten der Erde

In dieser Karte steckt die traurige Geschichte eines ehemaligen Geoparks in Mecklenburg ebenso wie die guten Nachrichten von grenzübergreifenden Erfolgsprojekten. Und vielleicht dient sie ja auch als Inspiration für die nächste Urlaubsplanung? Warum sich nicht beim Inselsberg auf die Spuren von Pangäa begeben? Oder in Bayern-Böhmen einen Aufbruch ins Erdinnere wagen?

 

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Wo landen die meisten Elektrogeräte auf dem Müll?

Weg mit dem Fernseher

"Was schmeißen die Menschen in NRW nur alles weg?", könnte man sich beim ersten Blick auf die Karte fragen. Tatsächlich ist dort der Berg an Elektroschrott am größten. Das ist nicht verwunderlich, weil NRW auch das Bundesland mit den meisten Einwohnern ist. Schaut man sich den Elektroschrott pro Kopf an, müsste man sich schon eher die Bewohner der neuen Bundesländer und der Stadtstaaten vorknöpfen. Das Saarland dagegen geht mit gutem Beispiel voran: Die Bewohner werfen kaum Elektrogeräte weg. Oder hat man dort von vornherein weniger?

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Wo die treuen Paare wohnen

Deutschland trennt sich

Wer heiratet, bindet sich fürs Leben - in der Theorie. Bei einigen Paaren ist jedoch nach einigen Jahren wieder Schluss und statt "verheiratet" steht da nun "geschieden" im Beziehungsstatus oder Familienstand. Wie viele Scheidungen es bezogen auf erwachsene Bundesbürger gibt, das verrät diese Karte. Wer genau hinschaut, wird einige Kuriositäten entdecken: So scheint der Kreis Herford in Ostwestfalen eine Insel der Seligen zu sein, in der Pfalz dagegen scheiden sich die Leute, was das Zeug hält. Viel Spaß beim Stöbern!

 

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Programme zur Erhaltung der Arten

Züchten im Zoo

Zoos als Einrichtungen sind umstritten: Sind sie schlecht, weil sie Tiere in Gefangenschaft halten, abseits ihrer Heimat in viel zu kleinen Gehegen und Käfigen? Oder sind sie im Gegenteil gut, weil sie der Arterhaltung dienen und manche Arten längst ausgestorben wären, wenn sie nicht in Zoos systematisch gezüchtet würden?
Diese Frage bleibt hier unbeantwortet. Die Karte zeigt jedoch, wo es Arterhaltungsprogramme gibt, für welche Arten und seit wann. Allen voran steht der Kölner Zoo, zumindest wenn es um die Zahl der verschiedenen Arten geht. Der Dortmunder Zoo war der erste mit Arterhaltungsprogramm. Und seit Mitte der 90er-Jahre gibt es in Deutschland sogar Erhaltungszuchtprogramme für Reptilienarten.

 

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Wo und wann Bürger Stiftungen gründen

Stifter und ihre Gelder

Wie ein Halbmond ziehen sich die Bürgerstiftungen durch Deutschland, als hätte sie jemand genau so platziert. Angefangen im bayrischen Rosenheim, München noch schnell mitgenommen, dann an Neckar und Rhein hinauf durch Nordrhein-Westfalen, über das südliche Niedersachsen und Hamburg bis zur Ostseeküste. Selbst Berlin fällt nicht aus dem Muster. Zwar gibt es hier Stiftungen, das daran gebundene Vermögen ist jedoch eher gering. Bleibt die Frage, was die Dresdener so spendabel macht.

 

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Zeitungsredaktionen und Auflagenzahlen

Zeitungen im Abwind

Die Zukunft, die der Tageszeitung im Allgemeinen prophezeit wird, ist alles andere als rosig. Die Zahlen sprechen für sich: Von 2001 bis 2012 sind die Auflagenzahlen der Zeitungsmäntel in Deutschland um 19 Prozent gesunken. Doch auch wenn die Auflagen sinken, Redaktionen zusammen gelegt und Redakteure entlassen werden, zeigt die Karte, dass Deutschland nach wie vor eine Zeitungslandschaft mit vielen verschiedenen Titeln ist.

 

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Wo gibt es Kabaretts?

Was ein Spaß!

In der Stadt lebt es sich lustiger als auf dem Land - das verrät die Karte ziemlich eindeutig. Kabaretts gibt es vor allem in großen Städten und Ballungsgebieten. Aber nicht nur: Auch eher provinziell klingende Orte wie Krummhörn, Osterburken und Büttelborn haben Kabarett-Häuser. Und in Aschersleben in Sachsen-Anhalt findet sogar ein ganzes Festival statt.
Interessant ist auch die Kabarett-Dichte, bezogen auf die Einwohner. Da sind die Bayern gut bedient. Die Brandenburger dagegen müssen zum Lachen zwar nicht in den Keller, aber zumindest nach Berlin.

 

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Studierende und Hochschulmitarbeiter

Schlaue Köpfe dicht gedrängt

Viele junge Leute, Kneipen, Bars und Clubs - und eine gespenstische Ruhe, die sich breit macht, sobald im Februar die Semesterferien beginnen. So in etwa kann man sich das Leben in einer typischen Studentenstadt vorstellen. Wo die sein könnte, verrät die Karte. Jena, Gießen und Regensburg gehören dazu, aber auch vergleichsweise winzige Orte wie Birkenfeld, Eichstätt und Holzminden.
Wo Studenten es gut aushalten, wollen aber nicht unbedingt auch die Professoren wohnen. Irgendetwas scheint sie fernzuhalten aus Gießen, Trier oder Augsburg. In Tübingen dagegen kommt man um Uni-Menschen nicht herum: Hochschulbeschäftigte und Studierende machen hier mehr als ein Viertel der Bewohner aus.

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Landwirtschaft als Arbeitsplatz

Auf die Trecker, fertig, los

Man muss schon ein bisschen genauer hinschauen, wenn man wissen will, was diese Karte verrät. Nicht alles ist auf den ersten Blick sichtbar. Aber die Mühe lohnt sich! Wer hätte gedacht, dass im kleinen Saarland der Anteil der ökologischen Landwirtschaftler höher ist als in allen anderen Bundesländern Deutschlands? Oder dass in Berlin ganze 300 Menschen in der Landwirtschaft tätig sind? Dass in Bayern noch mehr als drei Viertel aller in der Landwirtschaft Beschäftigten Familienarbeitskräfte sind? Fest steht: Landwirtschaft ist nicht gleich Landwirtschaft.

 

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Weniger Betten - mehr Umsatz
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Im Wein liegt Geschichte
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Pünktliche Schwarzwälder, zeitlose Holsteiner
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Pünktlichkeit sollte man zumindest von Leuten erwarten, die hauptberuflich Uhren herstellen. Wenn das so ist, sind aber sicher nicht alle Deutschen so pünktlich, wie es immer heißt...

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