Vulkane unter dem Yellowstone Nationalpark recyceln Gestein

Ein Geologenteam aus Wisconsin hat die vulkanischen Vorgänge unterhalb des Yellowstone Nationalparks in Kalifornien untersucht. Drüber berichten die Wissenschaftler in zwei Veröffentlichungen in Earth and Planetary Sciences und im Journal of Petrology. Wie die Forscher herausfanden, durchlaufen Gesteine im Einflussbereich der Magmaquelle einen regelmäßigen Zyklus von Eruption, Erkalten, Einbruch und erneuter Eruption. Mit ihren Daten wollen sie auch die Gefahr eines erneuten Ausbruchs erfassen.
Die Wissenschaftler um Ilya Bindemann untersuchten Sauerstoffisotopenverhältnisse in Quarz und Zirconkristallen von vulkanischem Gestein in der Umgebung der Yellowstone Quelle. Dies erlaubte es ihnen, das Alter der Gesteine auf 0.8 bis 2.1 Millionen Jahre abzuschätzen. Da die Gesteine allerdings vor nur ungefähr 500.000 Jahren bei einem Ausbruch an die Oberfläche kamen, und zudem auch mit Schichten wesentlich jüngeren Datums überzogen sind, sind die Forscher der Ansicht, dass das Vulkangestein einen Ausbruchszyklus durchlaufen hat. In diesem Zyklus erkaltet das als Magma bei einem Ausbruch freigesetzte Gestein zunächst, um Jahrtausende später, beim Einbruch von Magmakammern wiederum in die Quelle der vulkanischen Aktivität zu gelangen. Schließlich wird es bei einem neuen Ausbruch wieder freigesetzt, und der Zyklus beginnt von vorne.

Der Yellowstone Nationalpark war vor 2.0, 1.3 und 0.6 Millionen Jahre Ort gewaltiger Magmaausbrüche. Die zeitliche Regelmäßigkeit der Eruptionen lässt Geologen vermuten, dass innerhalb der nächsten 100.000 Jahre ein weiterer Ausbruch bevorstehen könnte. Würde er ebenso gewaltig wie die vorherigen sein, so könnte er zu einer jahrelangen Änderung des Weltklimas führen.
Stefan Maier


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