Rätsel gelöst

Gefunden: Reflexionen der Solarzellen von Beagle 2 auf dem Mars. (Foto: NASA/JPL-Caltech/University of Arizona/University of Leicester)

An Weihnachten 2003 saß der Frust tief bei den Marsforschern der Europäischen Raumfahrtagentur ESA. Am frühen Morgen des 25. Dezember hätte die Raumsonde Beagle 2 weich auf dem Mars aufsetzen sollen. Doch die Aktion endete in einem Fiasko. Alle Versuche, mit dem Lander Kontakt aufzunehmen, scheiterten. Die Wissenschaftler standen vor einem Rätsel, Beagle 2 schien verschollen - bis vor kurzem. Denn jetzt ist es gelungen, das Landegerät auf dem Roten Planeten aufzuspüren.

Über all die Jahre hatte es den Wissenschaftlern der ESA keine Ruhe gelassen: Was war damals mit Beagle 2 passiert? Der Flop war schwer zu verkraften, viel Geld und Zeit schienen in den Mars-Sand gesetzt. Doch dann kam ihnen der Zufall in Person eines Hobbyforschers zu Hilfe. Michael Croon hatte in nächtelanger Fleißarbeit im Internet Hunderte Fotos des NASA-Satelliten Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) studiert, der den Roten Planeten umkreist. Dann fiel im plötzlich ein eigenartiges Objekt auf.

Beagle 2 wird identifiziert

Croon kontaktierte NASA und ESA und irgendwann war klar: Das Rätsel um den Verbleib von Beagle 2 war gelöst. Der Fund barg für die Wissenschaftler übrigens eine Überraschung: Denn im Gegensatz zur früheren Meinung vieler Experten, war die ESA-Mission gar kein Flop - im Gegenteil. Hier zeigt sich, wie die sogenannte Citizen Science - die Beteiligung von Laien an der modernen Forschung - maßgeblich zum Erfolg von Forschung beitragen konnte. Mit welchen raffinierten methoden die Profi-Wissenschaftler von NASA und ESA Beagle 2 schließlich identifizieren konnten und welche Erkenntnisse ihnen die Mission gebracht hat, beschreibt Thorsten Dambeck detailliert in der Aprilausgabe von bild der wissenschaft.

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