Eiszeit

Umgangssprachlich wird der Begriff "Eiszeit" verwendet, wenn man eine der erdgeschichtlichen Kaltzeiten meint. Fachleute sprechen stattdessen der Klarheit zuliebe von "Eiszeitalter". Denn:

  • Eiszeitalter (es gab mehrere seit Bestehen unseres Planeten) sind Abschnitte der Erdgeschichte, in denen beide Pole mit Eis bedeckt sind. Innerhalb eines Eiszeitalters wechseln – teils sehr abrupt – sowohl Kaltzeiten (Glaziale) als auch Warmzeiten (Interglaziale) einander ab.
     
  • Vor 2,6 bis 2,7 Millionen Jahren begann das letzte Eiszeitalter (Quartär). Es dauert bis heute an. Wir befinden uns seit rund 11 500 Jahren in einer Warmzeit, die sehr wahrscheinlich wieder in eine Kaltzeit übergehen wird.
     
  • Die Kaltzeiten des gegenwärtigen Eiszeitalters dauerten in der hinter uns liegenden Million Jahre jeweils rund 90 000 bis 100 000 Jahre, die Warmzeiten waren mit 10 000 bis 15 000 Jahren viel kürzer.
     
  • Die letzte Kaltzeit, die vor 115 000 Jahren begann und vor 11 500 Jahren endete, wird für Norddeutschland "Weichsel-Kaltzeit" genannt, für Süddeutschland "Würm-Kaltzeit". Die gegenwärtige Warmzeit heißt "Holozän".
     
  • Der Ausbruch von Eiszeitaltern hat irdische und außerirdische Ursachen:
     
  • Irdische Ursachen sind erstens tektonische Prozesse – etwa die Öffnung und Schließung von Meeresstraßen (dadurch Umlenkung von globalen Meeresströmungen) sowie die Auffaltung von Hochgebirgen (Umlenkung von Luftströmungen). Hinzu kommt zweitens der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2 ) durch Vulkanismus in die Atmosphäre.
     
  • Außerirdische Ursachen sind erstens Änderungen der Sonnenaktivität und zweitens periodische Änderungen der Erdumlaufbahn sowie der Neigung der Erdachse – verursacht durch Wechselwirkungen mit anderen Himmelskörpern.
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