Für 1.500 Euro in den Weltraum

Eine Gruppe von Studenten der Universität von Cambridge in England hat einen kleinen, unbemannten Heliumballon in eine Höhe von etwa 32 Kilometer fliegen lassen. Eine an Bord befindlich Kamera nahm während des ungefähr drei Stunden andauernden Fluges beeindruckende Bilder der Erde auf. Die Studenten wollen ihren nächsten Ballon nun mit einer Rakete ausstatten, die in den oberen Schichten der Atomsphäre gezündet werden kann und den Ballon dann bis an die Grenze der Erdatmosphäre in 100 Kilometer Höhe bringen soll.
Schon im Sommer des nächsten Jahres wollen drei von dem Ingenieur Paul Collins beaufsichtige Studenten den Raketenballon starten lassen. Doch auch der erste Pilotversuch ohne Rakete kann sich sehen lassen: Nur mit einem minimalen Budget ausgestattet, gelang es dem Team, ihren Heliumballon in eine Höhe von etwa 32 Kilometer zu bringen ? er flog damit für kurze Zeit dreimal so hoch wie Verkehrsflugzeuge auf Transatlantikflügen.

Als der Ballon diese Höhe erreicht hatte, zerplatzte er, und die an Bord befindliche Kamera wurde mittels eines Fallschirms sicher zur Erdoberfläche zurückgeleitet. Sie fiel etwa 45 Kilometer vom Startplatz entfernt zu Boden.

Die Studenten glauben, dass sie für Gesamtkosten von nur etwa 1.500 Euro ihren Ballon mit einer Rakete ausstatten können, die während des Flugs gezündet wird und an Bord befindliche wissenschaftliche Geräte ins All befördern kann. Sie wollen dies in einem Pilotversuch im Sommer 2007 demonstrieren. Falls ihr Vorhaben gelingt, würde es bei weitem die billigste Raummission aller Zeiten darstellen.
Nature, Online-Dienst

Weitere Informationen: Webseite des Nova Projekts

Stefan Maier


Reload-Capcha neu laden Text der identifiziert werden soll

Bitte geben Sie zusätzlich noch den Sicherheitscode ein!

Rubriken


Sie haben die Wahl!

bild der wissenschaft sucht die besten aktuellen Wissensbücher – machen Sie mit!

 


Harte Nuss
Rätsel: Berühmte Entdecker gesucht

 

Der Buchtipp

Was steckt dahinter, wenn uns etwas schmeckt – oder wenn wir etwas widerlich finden? Der Autor hat Neurobiologen und Psychologen befragt, mit Sterneköchen gespeist und Wein verkostet. Mit verblüffenden Erkenntnissen.

Zu allen Buchtipps


Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der Konradin Mediengruppe