Der Schleim entscheidet das Schneckenrennen

Schnecken bewegen sich am schnellsten, wenn sie möglichst wenig Schleim produzieren. Durch die geringere Schleimproduktion können sie Energie sparen, so dass mehr Kraft zur Fortbewegung übrigbleibt.
Das Kriechen von Schnecken auf einer Schleimspur gehört zu den energieaufwändigsten Fortbewegungsarten im Tierreich. Rund ein Drittel der Energie dieser Schnecken geht in die Schleimproduktion. Die eigentliche Fortbewegung über den abgesonderten Schleim durch Kontraktionsbewegungen des Schneckenkörpers fällt dabei weit weniger ins Gewicht. Der Schleim der Schnecke ist dabei ein ganz besonderer Saft: Beim Darübergleiten vermindert sich seine Zähigkeit durch so genannte Scherspannungen um das Tausendfache. Die Forscher haben in einem mathematischen Modell die Bewegung und Energiebilanz der Weichtiere nun genauer untersucht. Sie konnten zeigen, dass die Schnecken diesen Abfall in der Zähigkeit gezielt nutzen, um mit möglichst wenig Schleim besonders gut voranzukommen.

Bei einem Schneckenrennen sollte also immer auf diejenige Schnecke gesetzt werden, die am wenigsten schleimig aussieht, witzelt das Magazin "New Scientist". Denn diese Schnecken setzen ihre Energie besonders gut ein und haben demnach die besten Voraussetzungen, das Rennen zu gewinnen.
New Scientist, 9. September, S. 9

ddp/wissenschaft.de ? Martin Schäfer


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