Express-Boarding mit Köpfchen und Mathematik

Um die Plätze in einem Verkehrsflugzeug möglichst schnell zu füllen und somit die oftmals frustrierende Einstiegszeit kurz zu halten, sollte zunächst nur Passagieren mit Fenstersitzen der Einstieg erlaubt werden. Dies haben Wissenschaftler der Ben-Gurion Universität in Israel durch die Theorie der Permutationen in zweidimensionalen Lorentzräumen herausgefunden. Selbst die von Budget-Fluggesellschaften eingesetzte freie Sitzwahl erlaubt demnach einen schnelleren Einstieg als die übliche, am Ende des Flugzeugs beginnende Platzzuweisung.
Um die für das Füllen der Plätze eines Verkehrsflugzeug (das "Boarding") notwendige Zeit abzuschätzen, benutzten Eitan Bachmat und seine Kollegen aus Israel und den Vereinigten Staaten eine komplizierte Methode der mathematischen Statistik. Diese basierte auf der Theorie von Permutationen in einem zweidimensionalen Raum mit der aus der Speziellen Relativitätstheorie bekannten Lorentz-Metrik.

Durch diese Analyse konnten die Forscher die Wahrscheinlichkeit bestimmen, dass Fluggästen der Weg zu ihrem Platz von vorher eingestiegenen Gästen kurzzeitig versperrt wird. Im Gegensatz zu komplizierteren, auf bestimmte Flugzeugtypen und Sitzanordnungen abgestimmten Simulationsprogrammen von Fluglinien kamen die Forscher ohne zusätzliche Annahmen zu ähnlichen Schlüssen wie diese.

Demnach wäre es von Vorteil, zunächst nur Fluggästen mit Fensterplätzen den Einstieg zu erlauben. Auch die freie Sitzwahl erlaubt eine kürzere Einstiegszeit als die übliche, von Fluglinien eingesetzte Methode, zunächst Passagiere mit Plätzen am Ende des Flugzeugs einsteigen zu lassen.
arXiv.org, Vorabveröffentlichung

Stefan Maier


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