Kalte Kernfusion wird wieder heiß

Das amerikanische Department of Energy scheint nach mehreren Jahren wieder zur Förderung von Experimenten auf dem Gebiet der Kalten Kernfusion bereit zu sein. Ein kürzlich veröffentlichter Bericht eines Expertengremiums, der die Forschung der vergangenen 15 Jahre zum Thema Kalte Kernfusion begutachtet, weist zwar darauf hin, dass bisher keine überzeugende experimentelle Demonstration dieses Phänomens vorliegt. Die bisher nur sporadisch auftretenden Hinweise auf Kalte Fusion würden jedoch weitere Forschung rechtfertigen.
Kernfusion ? das Verschmelzen von Wasserstoffatomen zu Helium unter Abgabe gewaltiger Mengen Energie ? ist der üblichen Lehrmeinung nach nur unter den in Sternen herrschenden extrem hohen Temperaturen und Drücken möglich. Umso überraschender war es daher, als im Jahre 1989 die beiden Physiker Stanley Pons und Martin Fleischmann aus Utah unter großem Pressewirbel bekannt gaben, Hinweise auf Kernfusionsprozesse bei Raumtemperatur bei einem Experiment mit Palladium-Elektroden in einem Tank aus radioaktivem Wasser gefunden zu haben.

Diese Behauptung wurde jedoch innerhalb der nächsten Jahre stark angegriffen, und die Autoren der Studie mussten zahlreiche experimentelle Fehler eingestehen. Nach mehreren Jahren erfolgloser Wiederholungsversuche war es Mitte der neunziger Jahre praktisch unmöglich, Forschungsgelder für Experimente auf der Suche nach Kalter Kernfusion einzutreiben.

Das auf Betreiben des amerikanischen Energieministers Spencer Abraham durchgeführte Gutachten könnte dies nun ändern. Von vielen Forschern als zweitklassige Zauber-Wissenschaft abgehakt, könnten Palladium-Elektroden in Wasser nun doch noch eine zweite Chance bekommen. Mehr dazu ist auf der Nachrichtenseite des Fachmagazins Nature zu finden.
Stefan Maier


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