Gammablitz versetzt Astronomen in Aufregung

Ein außergewöhnlich heller Gammablitz hat am vorletzten Wochenende für Wirbel in der Astronomie-Gemeinde gesorgt. Im Sternbild Löwe erschien am 29. März ein Gammablitz, der eine halbe Minute lang heller war als die Gammastrahlung des restlichen Universums.
Das Überwachungsteleskop High Energy Transient Explorer (Hete) leitete die Koordinaten des Gammablitzes binnen Sekunden an Teleskope auf der Erde weiter, damit diese das "Nachglühen" des Blitzes in anderen Wellenlängen beobachten konnten. "Das war der stärkste Blitz, den wir bislang hatten, und er ging nicht so schnell vorbei", freute sich Hete-Chefwissenschaftler George Ricker vom Massachusetts Institute of Technology. "Die ausführlichen Beobachtungen sollten uns ein klares Bild davon geben, was den Blitz ausgelöst hat."

Astronomen vermuten, dass Gammablitze beim Tod von massiven Sternen ausgesendet werden, wenn ein Schwarzes Loch geboren wird. Die meisten Gammablitze kommen aus großen Entfernungen von mehr als zehn Milliarden Lichtjahren.

"GRB 030329", die Explosion vom 29. März, ereignete sich jedoch in einer Entfernung von nur zwei Milliarden Lichtjahren. Das ist der zweitnächste Gammablitz, dessen Entfernung bislang gemessen wurde. Das Nachglühen des Blitzes im sichtbaren Licht könnte auf seinem Höhepunkt mit dem bloßen Auge sichtbar gewesen sein, mit Sicherheit jedoch mit einfachen Teleskopen. In welcher Galaxie sich die gewaltige Explosion ereignet hat, können Ricker und seine Kollegen noch nicht sagen. Noch überstrahlt das Nachglühen des Blitzes die Umgebung.
Ute Kehse


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