SETI-Bildschirmschoner liefert 150 vielversprechende Hinweise

Auf der Suche nach Leben im All hat das "SETI@home"-Projekt erstmals Orte im All aufgespürt, die einer näheren Untersuchung bedürfen. SETI@home ist ein Bildschirmschoner, den jeder auf seinem Heimcomputer installieren und damit dem SETI-Projekt Rechenkapazität für die Suche nach extraterrestrischem Leben zur Verfügung stellen kann. Dabei wird nach starken oder ungewöhnlichen Radiosignalen gesucht, die intelligenten Ursprungs sein könnten.
Nun haben die SETI-Forscher mithilfe dieser Daten von mehr als vier Millionen Computern weltweit eine Liste von etwa 150 Orten erstellt, die möglicherweise der Ausgangspunkt außerirdischer Signale sein könnten. Das berichtet die Universität von Kalifornien in Berkeley. Mitglieder des SETI-Teams werden daher noch in diesem Monat nach Puerto Rico reisen und diese Kandidaten mit dem Arecibo-Observatorium unter die Lupe nehmen. Die ausgewählten Punkte zeichnen sich beispielsweise durch auffällig starke Signale aus oder durch solche, die mehr als einmal am selben Ort aufgetreten sind, oder sie liegen in der Nähe eines Sterns, der Planeten hat.

"Dies ist ein Meilenstein für das Projekt", sagt David Anderson, der Leiter von SETI@home. Dennoch will er keine zu großen Hoffnungen wecken. Die Wahrscheinlichkeit, dass tatsächlich ein Signal von Außerirdischen dabei sei, sei gering.

SETI@home hatte den Bildschirmschoner im Mai 1999 herausgegeben. Das Projekt ist das erste Beispiel für die Nutzung weltweiter Rechenkapazität, bei der Millionen Rechner über das Internet verbunden sind. Zusammengenommen haben alle Computer inzwischen mehr als eine Million Jahre Rechenzeit abgeleistet. Das SETI@home-Team möchte auf seiner Internetseite die Namen derjenigen Teilnehmer veröffentlichen, deren Rechner die Signale aufgespürt haben.

ddp/bdw ? Cornelia Pfaff


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