Unbekannte Kraft verlangsamt den Flug weit entfernter Weltraumsonden

Eine mysteriöse Kraft verlangsamt den Flug von Sonden, die weit in den Weltraum vorgedrungen sind. Selbst eine ausführliche Analyse der Nasa konnte die Gründe für die Verzögerungen in den Flugbahnen der Sonden nicht klären, meldet der britische Nachrichtendienst BBC.
Es scheint, als würden sich die Sonden nicht nach den bekannten Gesetzen der Gravitation richten, erklärt Nasa-Wissenschaftler John Anderson, der die Untersuchungen geleitet hat. Die Verlangsamung haben die Forscher etwa bei Pioneer 10 beobachtet, die 1972 zu den äußeren Planeten des Sonnensystems geschickt wurde.

Zunächst vermuteten die Wissenschaftler, dass ein Gasleck oder ein unbekanntes Objekt den Flug der Sonde verzögert. Den gleichen Effekt beobachteten sie jedoch auch bei Pioneer 11, die 1973 in die entgegengesetzte Richtung ins Sonnensystem geschickt wurde. Schließlich fand man die Verzögerungen auch noch bei der Jupitersonde Galilieo und bei Ulysses, die die Sonne umrundet.

"Wir arbeiten seit Jahren an dem Problem und wir haben wirklich alles in Betracht gezogen, woran man überhaupt denken kann", sagt Anderson. Ein handfestes Forschungsergebnis gibt es bisher trotzdem nicht. Aufgrund ihrer Berechnungen vermuten die Wissenschaftler jedoch, dass die Verzögerung im Flug der Sonden mit zwei fundamentalen Größen der Astrophysik zusammenhängen: der Geschwindigkeit des Lichts und der Ausdehnungsrate des Universums. Möglicherweise müssen sogar die Gesetze der Gravitation revidiert werden, sagen die Forscher. Dagegen spricht jedoch, dass der Lauf der Planeten genau den Voraussagen der bisherigen Theorie entspricht.
Andreas Wawrzinek


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