Enzym entscheidet über Wirkung von Wasserstoffperoxid

Organismen produzieren bestimmte Signale, um das Wachstum ihrer Zellen zu regulieren. Einer dieser Signalstoffe ist Wasserstoffperoxid. Diese Substanz kann jedoch gleichzeitig als Signal und als Gift wirken, schreiben amerikanische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift "Science" (Bd. 300, S. 650). Ihre Erkenntnisse könnten von entscheidender Bedeutung für die Krebsforschung sein.
Wasserstoffperoxid ist als Desinfektionsmittel für Wunden oder als Bleichmittel für Haare bekannt. Doch auch im Körper wird diese Wasserstoffverbindung gebildet. Ob sie dort als Signalstoff oder schädliche Substanz wirkt, entscheidet ein bestimmtes Enzym namens Peroxiredoxin, fanden die Wissenschaftler um Andrew Karplus von der Universität von Oregon heraus.

Peroxiredoxin hat normalerweise eine Schutzfunktion, da es Wasserstoffperoxid bis zu bestimmten Konzentrationen abbaut. Zuviel von der Wasserstoffverbindung dagegen zerstört das Enzym. Der Körper kann dann die Substanz gezielt als Signal einsetzen, um bestimmte Körperzellen zu veranlassen, sich zu teilen oder Selbstmord zu begehen. Auf diese Weise kann sich der Körper beispielsweise gegen Krebszellen wehren.

Mit dieser Erkenntnis können die Forscher verstehen, warum therapieresistente Krebszellen mehr von dem Enzym Peroxiredoxin enthalten als gewöhnliche Körperzellen. Sie erhoffen sich damit neue Ansätze für die Krebstherapie.
ddp/bdw ? Stefanie Offermann


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