Globale Erwärmung beeinflusst das Erbgut

Kanadische Rote Eichhörnchen haben mit der Klimaerwärmung offenbar ihre Gene verändert. Diese Folge der globalen Erwärmung konnten kanadische Biologen jetzt erstmals nachweisen. Das berichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift "Proceedings of the Royal Society B" (Online-Vorabveröffentlichung).
Stan Boutin von der Universität Alberta in Edmonton hat beinahe 15 Jahre lang eine Population Nordamerikanischer Roter Eichhörnchen im Yukon-Gebiet Kanadas beobachtet. Im Zuge der Klimaerwärmung, die für wärmere Frühlingstemperaturen und mehr Futter sorgte, paarten sich die kleinen Nager immer früher. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre verlegten sie die Zeit der Jungenaufzucht um ganze 18 Tage vor, berichten Boutin und seine Kollegen. Das entspricht etwa sechs Tagen pro Generation.

Dieses Verhalten ist nicht nur eine Anpassungsreaktion einzelner Eichhörnchen, sondern hat auch genetische Ursachen. Das konnten die Wissenschaftler nun erstmals nachweisen. Mit Methoden der so genannten Quantitativen Genetik konnten die Biologen beurteilen, zu welchen Teilen die Anpassung eine individuelle Reaktion und zu welchen Teilen sie genetischer Natur ist.

Die individuelle Anpassung maßen sie daran, wie sehr ein einzelnes Tier den Zeitpunkt seiner Paarung von Jahr zu Jahr verändern kann. Diese Daten verglichen die Forscher dann mit den Terminänderungen von Generation zu Generation, die eine genetische Veränderung widerspiegeln.
ddp/bdw - Cornelia Pfaff


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