Höhenanpassung eines äthiopischen Bergvolks gibt Forschern Rätsel auf

Auf bisher unbekannte Weise haben sich die Menschen in der 3.500 Meter hoch gelegenen Ambaras-Region in Äthiopien an die sauerstoffarme Umgebung angepasst. Anders als etwa die Bewohner der Anden haben sie nicht mehr Hämoglobin im Blut, berichten Forscher im Fachmagazin "Proceedings" der Amerikanischen Akademie der Wissenschaften (Artikel Nr. 6491). Weshalb die Äthiopier dennoch ohne Probleme in der extremen Höhe leben, ist den Forschern ein Rätsel.
Menschen haben im Hochgebirge normalerweise mit zunehmender Höhe mit dem abnehmenden Sauerstoffgehalt der Luft zu kämpfen. Der Körper von Andenbewohnern bildet mehr von dem roten Blutfarbstoff Hämoglobin, über den die Organe mit Sauerstoff versorgt werden. Dadurch kann er den Sauerstoffmangel ausgleichen. Untersuchungen von Wissenschaftlern um Cynthia Beall von der Universität in Cleveland ergaben jetzt jedoch, dass Äthiopier aus der Ambaras-Region nicht mehr Hämoglobin im Blut haben als Menschen, die auf Meereshöhe leben.
ddp/bdw - Andreas Wawrzinek


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