Den Menschen trennt mehr vom Affen als gedacht

Die Unterschiede zwischen der DNA von Menschen und Schimpansen sind größer als ursprünglich angenommen, haben amerikanische Forscher herausgefunden. Bisher nahmen Wissenschaftler an, dass der Unterschied bei etwa 1,5 Prozent liegt. Tatsächlich sind es jedoch fünf Prozent, schreiben Roy J. Britten und seine Kollegen in der Fachzeitschrift "Proceedings" (Doi10.1073) der amerikanischen Akademie der Wissenschaften.
Der Wissenschaftler vom California Institute of Technology in Pasadena erklärt die Abweichungen der Ergebnisse damit, dass man bisher nur die Unterschiede des Basenaustausches der DNA bestimmt habe. Und dieser würde sich wirklich nur um 1,4 Prozent unterscheiden.

"Die vorherigen Untersuchungen", berichtet der Wissenschaftler, "haben sich nie damit beschäftigt, ob die Deletions- und Insertionsereignisse der menschlichen und der Schimpansen-DNA übereinstimmen oder nicht."

Doch durch das Herausbrechen (Deletion) oder das Einfügen (Insertion) von Basen, erklärt Britten, entstehe ein charakteristisches Muster für jede Spezies. Verglichen mit dem Austausch einer einzelnen Base sind Deletionen und Insertionen zwar zehnmal seltener als der Austausch einer einzelnen Base. Dafür betreffen diese Vorgänge jedoch mehrere hundert Basen.

Addiert man die Unterschiede des Basenaustausches zu den der Insertions- und Deletionsereignisse, weichen das Erbgut der Schimpansen und das menschliche Genom letzlich doch um fünf Prozent voneinander ab, fasst der Wissenschaftler die Ergebnisse der neuesten Studie zusammen.

Teresa Baethmann


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