Genmutation verlieh vor 200.000 Jahren unseren Vorfahren eine Stimme

Menschen können vermutlich sprechen, weil sie ein "Sprachgen", das so genannte FOXP2, besitzen. Nachdem Forscher im vergangenen Jahr FOXP2 identifiziert hatten, entdeckten nun Wissenschaftler des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie, dass das Gen bei Menschen und Affen unterschiedlich ist. Das mag der Grund sein, warum nur Menschen sprechen können, berichten die Forscher in "Nature" (Bd. 418)
Die Forscher verglichen das menschliche FOXP2 mit dem von Schimpansen, Gorillas, Rhesusaffen und Mäusen. Sie fanden heraus, dass es fast identisch aufgebaut ist ? bis auf zwei Veränderungen, die ausschließlich in der menschlichen DNA vorkommen.

Irgendwann in der Entwicklung des Menschen hat sich das Gen verändert und unsere Vorfahren dazu befähigt, Mund und Kehlkopf komplizierter zu bewegen. So hatten sie das Werkzeug, Sprache zu entwickeln. Das veränderte Gen tauchte wahrscheinlich vor 200.000 Jahren auf, schätzen die Wissenschaftler ? just zu der Zeit also, als der moderne Mensch erschien.
Carolin Muck


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