Große Männer und kleine Frauen haben mehr Erfolg beim anderen Geschlecht

Überdurchschnittlich große Männer haben mit einer höheren Wahrscheinlichkeit Kinder als ihre normal großen Geschlechtsgenossen. Bei den Frauen ist es genau umgekehrt: Kleinere haben am ehesten Nachwuchs. Das berichtet der Brite Daniel Nettle von der Open University in Milton Keynes in der Fachzeitschrift "Proceedings: Biological Sciences" der Royal Society in London (DOI: 10.1098/rspb.2002.2111).
Nettle verglich die Daten von 10.000 britischen Männern und Frauen, die zum Zeitpunkt der Studie alle 42 Jahre alt waren. Seine Ergebnisse bestätigen vorangegangene Untersuchungen, nach denen überdurchschnittlich große Männer besonders attraktiv auf Frauen wirken.

Für Männer ist die Größe ihrer Partnerin dagegen nur indirekt entscheidend. Sie suchen bevorzugt nach Signalen für die Fruchtbarkeit einer Frau. Kleine Frauen zeigen diese normalerweise früher. Da sie nicht so viel Energie in das Längenwachstum stecken, kommen sie meist sehr jung in die Pubertät, erklärt Nettle. Kleine Frauen haben bei der Suche nach einem Partner, der sie überragt, zudem eine größere Auswahl als ihre hochgewachsenen Geschlechtsgenossinnen.

"Es scheint, dass große Männer und kleine Frauen auch in einer modernen Gesellschaft evolutionär begünstigt sind. Der Größenunterschied zwischen Frauen und Männern wird daher nicht verschwinden," kommentiert Nettle die Ergebnisse.

ddp/bdw - Barbara Witthuhn


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