Einblicke in die Evolution der Affen

Der frühe Stammbaum der Menschen und der Menschenaffen liegt weiterhin im Dunkeln. Eine Gruppe vermeintlicher Vorfahren, die ostafrikanischen Proconsuliden, müssen nach neuesten Forschungsergebnissen ihren Titel als erste Vertreter der Menschenaffen abgeben. Das schreiben Forscher um James Rossie von der Yale University im US-Bundesstaat Connecticut im Fachblatt "Proceedings of the National Academy of Sciences" (Bd. 99, S. 8454 - 8456).
Rossie und seine Kollegen machten Computertomographien der Schädel von drei Fossilien der Art Aegyptopithecus zeuxis. Diese Primatenart, die vor 33 Millionen Jahren lebte, zählt zu den Stammvätern aller Affen abgesehen von den südamerikanischen Neuweltaffen. Die Forscher konnten zeigen, dass die Nasennebenhöhlen von Aegyptopithecus denen der meisten modernen Menschenaffen gleichen.

Die Annahme, dass die vor 20 Millionen Jahren lebenden Proconsuliden bereits zu den Menschenaffen zählten, gründete sich vor allem auf die Ähnlichkeit der Neben- und Stirnhöhlen. Die Ergebnisse der Forscher um Rossie zeigen jetzt, dass das Vorhandensein von Nebenhöhlen kein geeignetes Merkmal ist, um die Zugehörigkeit zur Gruppe der Menschenaffen zu klären, da schon der früher lebende Urahn Aegyptopithecus welche hatte.
Ute Kehse


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