Der Duft stillender Mütter steigert das Verlangen kinderloser Frauen

Von stillenden Müttern geht ein Duft aus, der das sexuelle Verlangen kinderloser Frauen steigert. Das wollen amerikanische Forscher an Studien mit rund siebzig Frauen herausgefunden haben.
Wie das britische Wissenschaftsmagazin "New Scientist" in seiner Ausgabe vom 27. April berichtet, ließen die Forscher der Universität Chicago unter Leitung von Julie Mennella vom Monell-Zentrum für chemische Sensorik in Philadelphia Frauen mehrere Monate lang an Tupfern schnüffeln, die stillende Mütter in ihren BHs oder in den Achselhöhlen getragen hatten. Einige der Probandinnen bekamen dagegen nur Tupfer mit einem künstlichen, neutralen Duft unter die Nase.

Die Frauen, die den Duft der stillenden Mütter aufnahmen, zeigten zwar keine wesentlich höhere sexuelle Aktivität. Dazu wirkten sich äußere Einflüsse wie die An- oder Abwesenheit eines Partners zu stark aus, so Mennella. Doch sie entwickelten ein sehr viel regeres sexuelles Verlangen. In der Entwicklungsgeschichte des Menschen könnte das Duftsignal der stillenden Mütter den Sinn gehabt haben, auf günstige Bedingungen zum Großziehen von Kindern hinzuweisen, vermuten die Forscher. Mennella und ihr Team wollen nun den Einfluss dieses Dufts auf die Fruchtbarkeit untersuchen.

ddp/bdw - Ulrich Dewald


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