Rohe Gewalt gegen Neandertaler

Obwohl Neandertaler ein deutlich größeres Gehirn als moderne Menschen besaßen, waren sie nicht vor roher Gewalt gefeit. Zürcher Forscher fanden bei der Rekonstruktion der Schädelverletzung eines Neandertalers heraus, dass die Wunde wahrscheinlich mit einer Waffe beigebracht wurde. Über ihren Fund berichten die Forscher im Magazin "Proceedings" der amerikanischen Akademie der Wissenschaften.
Die Verletzung an dem etwa 36.000 Jahre alten Schädel war offenbar nicht tödlich, da der zerborstene Knochen noch Spuren einer Heilung aufweist. Forscher hatten daher vermutet, es könnte sich um den Versuch eines chirurgischen Eingriffs gehandelt haben oder der Neandertaler hätte sich bei einem Unfall verletzt. Die von Christoph Zollikofer und seinen Kollegen durchgeführte Computer-Rekonstruktion ergab jedoch, dass diese Erklärungen nur wenig plausibel sind. Wahrscheinlicher ist es hingegen, dass die Wunde mit einer Waffe absichtlich beigefügt wurde.

Das könnte bedeuten, dass auch Neandertaler sich gegenseitig mit Waffen traktiert haben, schreiben die Forscher. Möglich wäre aber auch, dass moderne Menschen kein Pardon kannten mit schlecht oder gar nicht bewaffneten Neandertalern.
ddp/bdw - Andreas Wawrzinek


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