450.000 Jahre alter Unterkiefer in Frankreich gefunden

In der Grotte von Arago bei Tautavel in den französischen Pyrenäen fanden Wissenschaftler Ende August einen Unterkiefer, der möglicherweise einer jungen Frau gehörte, die vor 450.000 Jahren gelebt hat.
Marie-Antoinette und Henry de Lumley, Paläontologen vom Centre européen de recherches scientifiques préhistoriques (CERP) von Tautavel fanden einen kompletten Kieferknochen mit neun Zähnen, die kaum benutzt worden waren. Der Knochen befand sich in der Nähe einer Ansammlung von Tierknochen und prähistorischen Werkzeugen.

Bei dem Unterkiefer handelt es sich um den dritten Homo-erectus-Unterkiefer, den die Forscher seit Beginn der Grabungen in Arago vor 35 Jahren gefunden haben. Der erste gehörte einer Frau von 40 Jahren, der zweite einem jungen Mann von etwa 18 Jahren. Insgesamt gibt es nur vier Unterkiefer aus der Zeit vor den Neandertalern.

Die Grabungsstätte von Tautavel, zu der auch die Grotte von Arago gehört, ist vor dreißig Jahren ? im Juli 1971 ? durch den Fund des Schädels des "Mannes von Tautavel" berühmt geworden. Dieser Homo erectus, der vor mindestens 200.000 Jahren gelebt hat, gilt als Beweis dafür, dass schon vor dem Homo sapiens Frühmenschen nach Europa gekommen waren.
Doris Marszk


Reload-Capcha neu laden Text der identifiziert werden soll

Bitte geben Sie zusätzlich noch den Sicherheitscode ein!

Rubriken

 


Harte Nuss
Rätsel: Berühmte Entdecker gesucht

 

Der Buchtipp

Was kommt dabei heraus, wenn sich Alice nicht ins Wunderland verirrt, sondern in eine Vorlesung über Quantenphysik? Eine Reise als intellektueller und ästhetischer Genuss.

Zu allen Buchtipps


Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der Konradin Mediengruppe