Weitere Beweise für die Out-of-Africa-Hypothese

Die Wiege der Menschheit liegt in Afrika. Einen weiteren Beweis für diese Out-of-Africa-Hypothese liefert eine genetische Untersuchung, deren Ergebnisse Vincente Cabrera und seine Kollegen von der Universität La Laguna im Online-Dienst BioMed Central vorstellen.
Die Forscher untersuchten die mitochondriale DNA (mtDNA) von 42 Volksstämmen aus Europa, Asien und Afrika. Die DNA ist das Molekül, das die Gene und damit die Erbinformation trägt. Die Mitochondrien sind die Kraftwerke der Zellen. Sie besitzen eine eigene DNA mit einer bemerkenswerten Besonderheit: Die Erbinformation dieser DNA ist nicht wie bei der Haupt-DNA eine Mischung von väterlichen und mütterlichen Genen, sondern stammt ausschließlich von der Mutter.

Veränderungen in der mtDNA stammen demzufolge nicht aus der Vermischung von Genen bei der Vererbung, sondern von Mutationen, also von Fehlern, die sich beim Kopieren der DNA einschleichen. Die Rate, mit der sich die Sequenzen zweier mtDNA's voneinander unterscheiden, liefert deshalb ein Maß für die Zeit, die vergangen ist, seitdem sich die beiden Stammbäume voneinander trennten.

Die erste Trennung der menschlichen Stammbäume fand nach der Analyse der Forscher vor rund 160.000 Jahren in Afrika statt. Eine weitere Trennung datieren sie auf rund 65.000 Jahre vor der Gegenwart. Damals wanderten Menschen von Afrika aus nach Ostasien, Indien und Westasien. Vor rund 45.000 Jahren spalteten sich in Ostasien weitere Gruppen in Richtung Europa, Indien, Westasien und zurück nach Nordafrika ab.
Axel Tillemans


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