Forscher: Prä-Neandertaler konnten schon vor 300.000 Jahren sprechen

Die Prä-Neandertaler konnten entgegen bisherigen Annahmen vor rund 300.000 Jahren bereits sprechen. Zu diesem Schluss kamen nach Presseberichten vom Dienstag spanische Forscher bei einer Ausgrabungsstätte in Atapuerca in Nordspanien.
Sie hatten einen etwa 300.000 Jahre alten Schädel mehrere Jahre lang untersucht. Der klassische Neandertaler lebte vor 30.000 bis 90.000 Jahren und gilt als ausgestorbener Verwandter des heutigen Menschen.

Die Prä-Neandertaler hätten zwar Schwierigkeiten gehabt, bestimmte Vokale wie "a","i" und "u" zu artikulieren. Sie seien aber zu einer Art "Basiskommunikation" fähig gewesen, erläuterten die Forscher. Ihre Sprache könne durchaus als "menschlich" charakterisiert werden. Sie habe ein deutlich höheres Niveau gehabt als die Laute, die Schimpansen von sich geben.

Die Entdeckung nährt nach einem Bericht der Zeitung "El Pais" die Vermutung, dass es bei der Evolution des Sprechapparates eine Stufe vor der Trennung der Linien von Schimpansen und Menschen gegeben habe. Diese Theorie habe aber bisher anhand von Fossilien nicht bestätigt werden können.

dpa


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