Setzte sich Homo sapiens dank Asteroideneinschlägen durch?

Von den 14 bekannten Arten unserer Vorfahren hat nur die Linie, aus der der Homo sapiens hervorging, bis heute überlebt. Die anderen sind während der letzten fünf Millionen Jahre ausgestorben. Eine Computersimulation zweier Anthropologen unterstützt jetzt die These, dass der Grund dafür Asteroideneinschläge waren. Das meldet der Online-Dienst SpaceDaily.
Benny Peiser von der Liverpool John Moores University und der Australier Michael Paine zeichnen ein nüchternes Bild von unserer Evolution. Ihrer Auffassung nach ist nicht die Überlegenheit der menschlichen Gene für unsere Entwicklung verantwortlich, sondern einfach "kosmisches Glück": Wenn in der Nähe der sehr kleinen Gruppen unserer direkten Vorfahren ein Asteroid eingeschlagen wäre, würde es uns heute nicht geben.

Peiser und Paine glauben, dass die anderen Arten dieses Schicksal ereilt hat. Ausgehend von der allgemein akzeptierten Einschlagsrate von Asteroiden kommen sie zu dem Schluss, dass es während der letzten fünf Millionen Jahre fünf Asteroideneinschläge gegeben hat, die globale Klimakatastrophen ausgelöst haben. Insgesamt hat es ihrer Simulationsrechnung zufolge etwa 150 Einschläge gegeben, die eine Region mit mindestens 1000 Kilometer Durchmesser verwüstet hat.

Sie vermuten, dass größere Einschläge ins Meer so viel Chlor in die Atmosphäre befördert haben, dass die Ozonschicht der Erde zerstört wurde. Die daraus resultierende Zunahme der UV-Strahlung hat dann Mutationen ausgelöst, die das abrupte Aussterben einiger Arten erklären könnten.

Auf der Erde sind heute 32 Einschlagskrater bekannt, die jünger als fünf Millionen Jahre sind.
Axel Tillemans


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