Australische Vorfahren schon vor 35.000 Jahren in Ost-Timor

Die Urahnen der heutigen australischen Aborigines lebten offenbar vor mehr als doppelt so langer Zeit wie bisher angenommen in Ost-Timor. Wissenschaftler der Australian National University (ANU) in Canberrra entdeckten in Ost-Timor eine Höhle mit Überresten, die von menschlicher Existenz zeugen und 30.000 bis 35.000 Jahre alt sind.
Am Ost-Ende der Insel, das der australischen Nordspitze gegenüberliegt, führten Susan O'Connor und Matthew Spriggs eine Grabung durch. In der Höhle von Lene Hara fanden sie Nahrungsüberreste von Meerestieren sowie Steinwerkzeuge. Sie analysierten die Funde mittels Radiokarbonanalyse und kamen so auf ein Alter von 30.000 bis 35.000 Jahren.

Timor gilt für die Anthropologen als das Sprungbrett des Frühmenschen nach Australien. Das Alter der timoresischen Funde ist daher aufschlussreich für die Frage, wann ungefähr die Urahnen der heutigen australischen Aborigines in Australien auftauchten. "Ursprünglich dachten wir nicht, dass die Höhle so alt sei - vielleicht 8.000 Jahre. So waren wir sehr überrascht, als die Ergebnisse der Analyse eintrafen", erläutert Spriggs. "Die Daten von Lene Hara zeigen uns, dass wir auf einer heißen Spur zu den frühesten Bewohnern von Ost-Timor sind, die auch die Vorfahren der frühesten Australier gewesen sein können. Wir können es kaum erwarten, später in diesem Jahr zur Grabungsstätte zurückzukehren und vielleicht noch frühere Spuren zu finden."

Susan O'Connor fügte hinzu: "Wir haben eine gute Vorstellung von den Technologien, die die Australier vor 50 bis 60.000 Jahren genutzt haben. Falls die timoresischen Steinwerkzeuge von der gleichen Art sind, würde dies eine Verbindung zwischen den beiden Populationen herstellen."
Doris Marszk


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