Schwerwiegende Menschheit

287 Millionen Tonnen wiegt die Menschheit. Britischen Wissenschaftlern zufolge ist diese Zahl viel entscheidender für die Ernährung der Weltbevölkerung als die pure Zahl der zu ernährenden Menschen. Denn je mehr ein Mensch wiegt, desto mehr Energie benötigt er. Laut der Statistik der Briten haben US-Bürger 20 Kilogramm mehr zu versorgen als der durchschnittliche Erdenbürger.
Wer viel wiegt, muss viel Masse bewegen. Das kostet Energie. Und selbst im Sitzen verbraucht ein gewichtiger Körper mehr Energie als ein leichter. Wissenschaftler um Sarah Walpole von der North Yorkshire and East Coast Deanery in Leeds haben anhand von Daten der Vereinten Nationen, der Weltgesundheitsorganisation und der US-Behörde der Vereinigten Staaten für internationale Entwicklung das Gewicht der Weltbevölkerung errechnet. Die erwachsene Bevölkerung wiegt demnach 287 Millionen Tonnen.

Allein die Asiaten bringen 162 Millionen Tonnen auf die Waage. Kein Wunder, denn sie haben einen Anteil von 61 Prozent an der Gesamtbevölkerung. Nordamerikaner dagegen machen nur 6 Prozent der Weltbevölkerung aus, stellen aber 34 Prozent der Übergewichtigen. Würden alle Erdenbürger so viel wiegen wie der durchschnittliche Amerikaner ? nämlich über 80 Kilogramm - , wäre das ein Plus von 20 Prozent für die Menschheit. Der weltweit durchschnittliche Erwachsene wiegt 62 Kilogramm.

?Dass die wachsende Bevölkerung die Umwelt nachhaltig schädigt, gilt als unbestritten. Unsere Untersuchung zeigt, dass dabei die Fettleibigkeit eine entscheidende Rolle spielt. Wenn wir also nicht beides bekämpfen ? Bevölkerungswachstum und Fettleibigkeit ?, sieht es schlecht aus?, folgert Studienleiter Ian Roberts von der London School of Hygiene and Tropical Medicine. Das ist umso gewichtiger als die zugrunde gelegten Daten aus dem Jahr 2005 stammen, und die ermittelten Zahlen deshalb vermutlich bereits überholt sind.
Sarah Walpole (North Yorkshire and East Coast deanery, Leeds): BMC Public Health, doi:

© wissenschaft.de ? Marion Martin


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