Satellitenbilder vom alten Ägypten

Eine Wissenschaftlergruppe der Universität von Cambridge in Großbritannien hat Satellitenaufnahmen der Nilufer auf Anzeichen antiker Siedlungen untersucht. Dabei haben die Forscher entdeckt, dass die Anzahl der Siedlungen in der Nähe des Nildeltas gegen Ende des alten Königreichs vor etwa 4000 Jahren drastisch abnahm. Dies wurde wohl durch ausgiebige Dürreperioden verursacht, berichtete das Team auf einer Konferenz der Amerikanischen Geophysikalischen Vereinigung.
Grundlage der Studie von Sarah Parcak und ihren Kollegen waren Satellitenaufnahmen des Nildeltas. Um zwischen alten und neuen Siedlungen auf diesen Bildern unterscheiden zu können, bearbeiteten die Forscher die Aufnahmen mit einem speziellen Computerprogramm, dass den Wassergehalt der einzelnen Regionen bestimmte.

Parcak zu Folge zeichnen sich Ruinen antiker Siedlungen durch einen höheren Wassergehalt aus. Auf diese Weise gelang es den Forschern, etwa fünfzig bis dato unbekannte Siedlungen in der Umgebung der Nilufer zu entdecken. Die Computermethode bestimmte zudem 95 Prozent der bisher schon bekannten Siedlungen korrekt und scheint daher für diese Aufgabe gut geeignet zu sein.

Gegen Ende des Alten Königreichs, dass sich durch einen zentralen Staat und die Errichtung der berühmten Pyramiden auszeichnete, nahm die Zahl der Siedlungen der Studie nach dramatisch ab. Parcak glaubt, dass dies durch Veränderungen des Nilflusses, ausgelöst durch extreme Dürreperioden, verursacht wurde. Klimatische Veränderungen könnten demnach den Zerfall des Königreichs beschleunigt haben.

Stefan Maier


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