Römische Brosche auf den Shetlandinseln ausgegraben

 Im Norden der Shetland-Inseln gefundene Brosche.
Im Norden der Shetland-Inseln gefundene Brosche.
Britische Archäologen haben auf den Shetlandinseln die Überreste einer römischen Brosche ausgegraben. Das Schmuckstück, das die Forscher auf fünfzig Jahre vor bis fünfzig Jahre nach Christus datieren, ist die bislang am weitesten im Norden Großbritanniens gefundene Brosche aus der Römerzeit. Das berichtet die britische Organisation "Shetland Amenity Trust".
Das Wissenschaftlerteam, das bei seiner Arbeit von dem Archäologen Owen Cambridge vom Shetland Amenity Trust unterstützt wurde, stieß bei aktuellen Ausgrabungen in der Gegend von Norwick auf den einzigartigen Fund. Auf ihrer langen Reise in den Norden hat die Anstecknadel möglicherweise mehrfach den Besitzer gewechselt, vermuten die Forscher. "Das Schmuckstück selbst ist ein technologischer Sprung nach vorn", sagt Cambridge. "Die Nadel ist mit einer Feder versehen." Für ihren ehemaligen Eigentümer mag die Brosche daher ein wertvolles Kleinod gewesen sein.

Heute ist sie nur noch von geringem materiellen Wert. "Ähnliche Stücke kann man für etwa drei Euro bei ebay bekommen", sagt Cambridge. Doch der Fund sei von großem wissenschaftlichen Interesse: Er lege nahe, dass Handelsrouten zur Eisenzeit quer durch Europa bis hoch in den Norden reichten. Möglicherweise wussten die Leute damals weit mehr von ihren Zeitgenossen als bislang angenommen, spekuliert Cambridge.

ddp/bdw ? Cornelia Pfaff


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