Erstmals paläolithische Höhlenritzungen in Großbritannien gefunden

Drei Archäologen behaupten, erstmals paläolithische Höhlenkunst in Großbritannien gefunden zu haben. Der freie Archäologe Paul Bahn und seine Kollegen Sergio Ripoll von der Universität Madrid und Paul Pettit von der Universität Oxford stießen bei einer Untersuchung der Creswell Crags in Derbyshire auf die Ritzungen eines Steinbocks und zweier Vögel. Das berichtet das Wissenschaftsmagazin Science in seiner Online-Ausgabe.
Derartige Felsritzungen sind im Gegensatz zu Höhlenmalerei nur schwer zu entdecken. Es braucht die richtige Beleuchtung und Glück. Die altsteinzeitliche Kunst in den Höhlenwänden sei wahrscheinlich mindestens 12.000 Jahre alt, sagen die Forscher. Sollte sich die Vermutung der Archäologen bestätigen, wäre der Fund das bislang am weitesten im Norden gelegene Beispiel paläolithischer Höhlenkunst.

Von den Creswell Crags ist bekannt, dass sie in der vergangenen Eiszeit vor etwa 12.000 Jahren bewohnt waren. Wissenschaftler hatten dort bereits Überreste tragbarer Kunstgegenstände gefunden, die auf dieses Alter geschätzt werden ? darunter die in Knochen geritzten Bilder eines Pferdekopfes und einer menschlichen Figur. Bahn und seine Kollegen hoffen nun, dass die von ihnen entdeckten Ritzungen mindestens ebenso alt sind.

Andere Archäologen sind dagegen noch skeptisch. Sie wollen weitere Untersuchungen der Ritzzeichnungen abwarten, bevor sie die Datierung in die Altsteinzeit akzeptieren.
ddp/bdw ? Cornelia Pfaff


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