Fluch des Pharao wissenschaftlich nicht nachweisbar

Für den berühmten "Fluch des Pharao" gibt es keine wissenschaftlichen Beweise. Das schreibt Mark Nelson von der Monash-Universität in Melbourne (Australien) im renommierten Medizinfachblatt British Medical Journal (Bd. 325, S. 1482).
Nelson machte die Geburts- und Sterbedaten 25 westlicher Ausgräber aus, die vor achtzig Jahren bei der Öffnung des Grabes von Tutanchamun anwesend waren. Zudem ermittelte er die elf weiterer Personen aus dem Westen, die zur gleichen Zeit in Ägypten waren, aber der Graböffnung nicht beigewohnt hatten.

Beim Vergleich der Lebenserwartungen der Ägyptenreisenden fand er keine bedeutsamen Unterschiede: Die 25 Personen, die dem "Fluch" ausgesetzt waren, wurden durchschnittlich 70 Jahre alt. Die anderen erreichten im Schnitt ein Alter von 75 Jahren.

1923 hatte der Tod von George Herbert große Wogen in der Weltpresse geschlagen. Der Geldgeber der Tutanchamun-Expedition war bei der Öffnung des Grabes dabei gewesen und später an den Folgen eines Moskitostiches gestorben. Bis 1934 waren sechs der bei der Graböffnung Anwesenden gestorben, weshalb sich Spekulationen häuften, dass sie einer rätselhaften Krankheit zum Opfer gefallen waren.

ddp/bdw - Cornelia Pfaff


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