Haus des ersten in Amerika geborenen Wikingers entdeckt

Archäologen haben auf Island ein Bauernhaus entdeckt, das offenbar einst dem ersten Europäer gehörte, der in der Neuen Welt geboren worden war: Snorri Thorfinnson, Sohn eines legendären Wikingers und Amerikafahrers. Das gut 1000 Jahre alte Gebäude steht mit einer Grundfläche von etwa 140 Quadratmetern auf dem Areal des Volksmuseum in Glaumbaer, meldet die Universität von Los Angeles.
Mit Ortungsgeräten, die den Erdboden "abtasten", spürten die Forscher die im Erdboden verborgene Ruine auf. Das Bauernhaus war irgendwann zwischen 976 und 1042 im typischen Wikingerstil erbaut worden: Lang, niedrige Höhe, Grasdach und Torfwände.

Ungewöhnlich ist allerdings seine herausragende Größe, die sich wahrscheinlich nur ein sehr reicher Mann hatte leisten können. "Wir wissen den Namen des Besitzers zwar nicht sicher", berichtet Grabungsleiter John Steinberg, "aber das Alter des Gebäudes und sein Standort stimmen zweifellos mit den Beschreibungen von Snorris Bauernhaus in der Vinland-Saga überein."

Diese Überlieferung aus dem 13. Jahrhundert erzählt die Lebensgeschichte von Snorri Thorfinnsons Eltern, die im Jahre 1004 auf den Spuren des ersten Amerikafahrers Leif Eriksson auf dem amerikanischen Kontinent landeten und drei Jahre wahrscheinlich als Händler in Vinland lebten. Diesen Ort, den Forscher irgendwo im kanadischen Neufundland vermuten, konnte bisher allerdings nicht genau lokalisiert werden. Mit ihrem kleinen Sohn kehrte das Wikingerpaar schließlich recht wohlhabend in die Heimat zurück und ließ sich laut der Vinland-Saga in Glaumbaer nieder.

ddp/bdw - Carolin Muck


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